Um das Leid geflüchteter Menschen aus der Ukraine zu lindern, initiieren die LVB-Nachwuchstrainer Jörg und Martin eine Hilfsaktion. Die Fußballabteilung unterstützt sie dabei. Der Krieg in der Ukraine und das Leid der Menschen dort geht vielen nah. Auch uns bei der SG LVB. Kurzerhand riefen unsere Nachwuchstrainer deshalb eine Hilfsaktion ins Leben.

Vergangene Woche begannen sie, Geld- und Sachspenden zu sammeln. Finanziell kamen in kurzer Zeit 1.450 Euro zusammen. Nach einem Großeinkauf im Hit (wo für 500 Euro Babynahrung, Windeln, Hygieneartikel und Konserven gekauft wurden) und in zwei Apotheken (550€) wurden im Uniklinikum Decken Schlafsäcke und Isomatten eingepackt. Anschließend schlossen sich die beiden mit ihrem Transporter einem Konvoi aus Schkeuditz an.

Insgesamt sieben Fahrzeuge machten sich auf den Weg an die rumänisch-ukrainische Grenze. Helfer fuhren die Busse sogar noch in die Ukraine, um die Hilfslieferungen direkt zu den Menschen zubringen.

28 Frauen und Kinder nach Mitteldeutschland gebracht

Stunden später kehrten die Busse zurück. An Bord waren nun 28 Frauen und Kinder. Die langsame Arbeit einiger ungarischer Grenzbeamter sorgte anschließend bei den Beteiligten durchaus für Unmut. Schließlich stellte sich heraus, dass einige Kinder nur eine Geburtsurkunde dabei hatten. Um in den Schengen-Raum einreisen zu können, fehlten Reisepass oder ein biometrisches Dokument. Mit ungarischen Grenzbeamten musste ein Teil der Busse in einen benachbarten Ort, um dort die Einreisemodalitäten zu klären und neue Dokumente zu erstellen. Der Rest der Rückreise verlief ohne besondere Vorkommnisse. Ein Großteil der Familien wird nun in Naumburg und Schkeuditz betreut. „Unsere Familie aus Kiew wurde glücklich von ukrainischen Freundenhier in Leipzig in Empfang genommen“, erklärte Martin.

Die Hilfsaktion im Überblick

Die Abteilung Fußball der SG LVB unterstützt den Hilfseinsatz von Jörg und Martin und übernimmt die Tankkosten für den Transporter von 393 Euro. Die 1.450 Euro Spendengeld wurden wie folgt eingesetzt:
– 1.050 Euro Einkäufe in Leipzig
– 50 Euro für Sandwiches der Geflüchteten an einer Tankstelle
– Übrig bleiben etwa 350 Euro. Diese sollen für eine weitere Hilfsaktionen genutzt werden.

Die SG LVB weist daraufhin, dass wir auf unserem Vereinsgelände und über unsere Vereinskonten keine Sach- oder Geldspenden entgegennehmen.