Unsere 2. Männermannschaft hat einen wichtigen Punkt im Kampf um den Klassenerhalt errungen. Gegen die Reserve von Kursdorf/Radefeld spielten die Gelb-Blauen 1:1.

Es war ein kleines Erdbeben, dass die Wildschweine im nahen Wildpark beim Mittagsschlaf gestört haben dürfte. So heftig sank Tom Ruckick nach dem Schlusspfiff gegen Kursdorf/Radefeld zu Boden. Die Enttäuschung des LVB-Verteidigers war in diesem Moment maßlos. Das LVB-Team wollte sich unbedingt für die Hinspiel-Niederlage revanchieren.

Benack sorgt für LVB-Führung

Es dauerte etwa 20 Minuten, eh die Partie etwas an Fahrt gewann und LVB erstmals gefährlich im Strafraum auftauchte. Klare Torchancen blieben aber zunächst Mangelware. In dieser Phase war es vor allem der junge Til Lütkenhorst, der zunehmend Verantwortung übernahm. Er war es dann auch, der die Führung in 35. Minute einleitete. Nach einem Solo wurde er im Strafraum gefoult. Sturmlegende Lars Benack verwandelte sicher. Von den Gästen war bis zur Pause offensiv fast nichts zu sehen. Das Momentum schien klar auf Seiten der SG LVB zu liegen.

Ausgleich fällt nach einem Abstoß

Das Heimteam vergab in der zweiten Halbzeit einige gute Möglichkeiten. Die dezimierten Gäste waren jedoch griffig und ungemein fleißig. Dieser Einsatz wurde schließlich auch belohnt. Nach einem Abschlag der Kursdorfer verschätzte sich der modisch herausragende LVB-Keeper David Heyder. Gerado Ignacio Vilches Castillo nutzte den Fehler zum 1:1. LVB drängte zwar danach auf die erneute Führung, blieb beim letzten Pass und im Abschluss aber zu unpräzise. So endete das Spiel mit einem Unentschieden. Sehr zur Enttäuschung der gastgebenden SG LVB. Diesen Unmut wollte Spielertrainer Robert Schwarm aber so nicht stehen lassen: „Immerhin wahren wir mit dem Unentschieden den Abstand nach unten.“ Im Tabellenmittelfeld haben die Straßenbahner sieben Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Und Schwarm zollte auch dem Gegner Respekt: „Ihre Bereitschaft, sich heute gegenseitig zu helfen, war beeindruckend. Insofern haben sie sich den Punkt auch irgendwie verdient.“

(Oliver Leiste)