Beim Leipziger SC hat die zweite Männermannschaft der SG LVB ihren Negativlauf gestoppt und den zweiten Sieg in diesem Jahr eingefahren. Den einzigen Treffer des Spiels erzielte Roland Huck.

Die Herren II der SG LVB sind im Umbruch. Einige wichtige Säulen, die das Team über viele Jahre getragen haben, stehen aus familiären Gründen nur noch selten zur Verfügung. Viele junge Spieler drängen hingegen darauf, sich im Männerfußball zu beweisen. Diese Entwicklung zeigte sich dann am Ostermontag in der Startaufstellung, als LVB beim Leipziger SC antrat. Darin befanden sich mit Roland Huck und Oliver Leiste gerade mal zwei Spieler, die über 30 sind. Die meisten ihrer Mitspieler waren dagegen gerade mal Anfang 20 – oder sogar noch jünger.

„Dass wir gerade so viele junge Spieler integrieren, ist eine Entwicklung, auf die wir stolz sein können“, lobte Spielertrainer Robert Schwarm vor der Partie. „Aber nun kommt es darauf an, dass diese Jungs auch mitbekommen, wie schön gewinnen ist.“ Denn daran hatte es zuvor gehapert. Aus den letzten sieben Spielen holten die Gelb-Blauen nur einen Punkt. Höchste Zeit also, um endlich wieder einen Dreier einzufahren. Auch, um das Abstiegsgespenst einmal mehr in Ketten zu legen.

Neue Viererkette sorgt für Stabilität

LVB startete mit einer völlig neu zusammengestellten Viererkette, in der Leiste und Justus Fritzsch ihr Startelfdebüt für die „Zwote“ gaben. Wobei der eine 33 und der andere 18 Jahre alt ist. Trotzdem ergänzten sich beide auf der rechten Seite gut. Genau wie David Heyder und Harry Grunert, die die linken Verteidigerpositionen übernahmen. Auf der Sechs sorgte Patrick „Patte“ Meyer für Stabilität. LVB begann konzentriert und ließ nach hinten wenig zu. Nach vorne blieb es aber wie zuletzt meist bei guten Ansätzen. So entwickelte sich eine intensive, aber aus Zuschauersicht wohl wenig unterhaltsame Partie. Das änderte sich zehn Minuten vor der Pause. LVB verlor etwas den Zugriff im Mittelfeld und so konnte der LSC das Spiel weiter in die Hälfte der Gäste verlagern. Zwei, drei Mal wurde es gefährlich, doch der gut aufgelegte Moritz Köhler im LVB-Tor verhinderte Schlimmeres. Die Pause kam bei frühlingshaften Temperaturen gerade recht und Trainer Robert Schwarm nutzte die Gelegenheit, um seine Mannen neu zu sortieren.

Huck trifft zur Führung

So kam LVB dann auch besser aus der Pause und übernahm zunächst die Kontrolle. Nach feiner Vorarbeit von Marius Krause war dann in der 60. Minute Kapitän Roland Huck zur Stelle. Im Strafraum tunnelte er den LSC-Keeper und sorgte so für die erste LVB-Führung seit einer gefühlten Ewigkeit – zu diesem Zeitpunkt nicht unverdient. Der Sportclub reagierte wütend und in einigen Situationen auch übertrieben hart. Trotzdem war die Partie keineswegs unfair. Die Gastgeber stellten zunächst auf zwei Stürmer und kurz vor dem Ende sogar auf drei Stürmer um. Immer wieder versuchten sie, die LVB-Abwehr mit langen Bällen zu überwinden. Doch meist hieß es nach diesen Flanken entweder Abseits oder Abstoß. Nur einmal musste LVB-Keeper Köhler, der für seine Vorderleute viel Sicherheit ausstrahlte, ernsthaft eingreifen. Und gerade der junge Justus Fritzsch entwickelte in der Schlussphase viel Freude daran, seinem zunehmend genervten Gegner die Bälle zu klauen. Auf der Gegenseite verpasste der eingewechselte Marcus Richter die Entscheidung. Sein Schuss aus 18 Metern war klasse, aber die Parade des LSC-Keepers war noch besser. Ein klarer Fall für die Top 10 bei Magentasport. Kurz darauf war Schluss und die „Jugendbande“ LVB hatte tatsächlich drei Punkte erobert. Und damit „Dachse“ bei künftigen Siegen wissen, wie diese zu feiern sind, stimmte Routinier Roland „Hucki“ Huck im Anschluss noch das LVB-Lied an.