SG: Wie erlebst du als Trainer die aktuell unklare Situation?

Thomas Goretzky: Die Situation für mich als Trainer ist natürlich sehr unbefriedigend, nicht zu wissen, wann der Ball an der Neuen Linie wieder rollen kann. So richtig planen kann man ja nicht.

SG: Es ist weiterhin viel im Konjunktiv … Aber würdest du zumindest gerne die Hinrunde zu Ende spielen, die ja dann eventuell gewertet wird?

TG: Tatsächlich gibt es aktuell noch viel mehr Fragezeichen als verlässliche Perspektiven. Seit über 18 Wochen ruht der Trainingsbetrieb und eine Wiederaufnahme ist noch immer nicht in greifbarer Nähe. Trotz Online-Trainings und individueller Bemühungen der Spieler, sich fitzuhalten, lässt sich ein derartiger Trainingsausfall in einer Mannschaftssportart nicht so schnell ausgleichen. Ob eine sportlich faire Saison unter diesen Bedingungen zu Ende gespielt und gewertet werden kann, lässt sich bezweifeln.

SG: Macht ihr zwischenzeitlich weiterhin Online-Training und/oder gibst du Wochenaufgaben?

TG: Ich biete den Spielern wöchentlich eine Einheit Online-Training an, bei denen wir u.a. Kräftigungsübungen durchführen. Zusätzlich gab es Laufchallenges, einen digitalen Weihnachtskalender und verschiedene Wochenaufgaben. Die Motivation ist natürlich wechselhaft. Alle Beteiligten würden den heimischen Wohnzimmerteppich gern wieder gegen den Fußballrasen eintauschen.

SG: Wie sehr vermisst du eigentlich deine Kicker, das Training, Spiele?

TG: Ich muss sagen, dass ich das alles vermisse. Dieser komplette Stillstand ist zunehmend frustrierend. Neben den sportlichen Herausforderungen fehlt mir auch das Vereinsleben, der Austausch miteinander, die spaßigen Momente neben dem Fußballplatz.

SG: Beende bitte diesen Satz zum Schluss: „Es war eine harte Zeit, aber umso mehr werde ich danach …

TG … voller Energie und Motivation mit meinen Spielern auf den Rasen zurückkehren, um mit Spaß und Ehrgeiz wieder unserem Lieblingssport nachzugehen.“