Die Vorzeichen vor der Partie Rotation Leipzig gegen die SG LVB schienen eigentlich klar. Rotation ging als Tabellenzweiter als klarer Favorit ins Spiel. Trotzdem rechnete man sich im Lager der abstiegsbedrohten Straßenbahner etwas aus, hatte man doch in den letzten Wochen oft mit dem Gegner auf Augenhöhe agiert und sich am Ende nicht belohnt.

Die Goretzky-Elf begann erstmals in der Saison mit einer Fünferkette und kam sehr gut ins Spiel. Die schnellen Spitzen von Rotation waren meist nur zweiter Sieger gegen die griffige Defensive der Straßenbahner und auch die zweiten Bälle landeten oftmals bei den Gelb-Blauen. Folgerichtig hatten die Straßenbahner durch Birnbaum, Will und einen Anders-Kopfball die Chance zur Führung. Rotation konnte hingegen keinen nennenswerten Abschluss verzeichnen.

In der 2. Hälfte gestaltete Rotation das Spiel offener, allerdings ohne zwingende Chancen zu kreieren. Die SG LVB hatte zweimal den Torschrei auf den Lippen. Doch eine Eingabe von Friedrich konnte vor dem einschussbereiten Stürmer um Zentimeter über die Latte gelenkt werden, und Voigt scheiterte mit einem Abschluss aus 14 Metern an einem Verteidiger auf der Linie. Nachdem die Gastgeber zuvor schon einen Elfmeter geforderten hatten, erhielten Sie diesen in der 74. Minute. Nach einem starken Konter soll Neumann den Angreifer von den Beinen geholt haben. Den fälligen Strafstoß verwandelte Jähn souverän zum 1:0. Da weder Voigt per Kopf den Ausgleich noch Naumann freistehend die Entscheidung erzielen konnte, war es Raschke vorbehalten, mit der letzten Aktion des Spiels den 1:1-Endstand zu erzielen. Nach einer Ecke wurde der Ball wieder in die Mitte geköpft und Raschke vollendet im Fallen, was eine gelb-blaue Jubeltraube nach sich zog.

Was bleibt ist die Gewissheit, auch gegen starke Gegner mithalten zu können. Die nächste Chance, das zu beweisen, gibt es am Samstag, wenn Lipsia Eutritzsch seine Visitenkarte an der Neuen Linie abgibt. Hier will man den Gegner nicht nur ärgern, sondern auch endlich mal wieder drei Punkte mitnehmen.

(Maximilian Oha)