Die 1. Herren hatten in dieser Woche ein straffes Programm vor sich, das mit dem Spiel morgen gegen Lipsia Eutritzsch (15 Uhr) seinen Abschluss findet. Dabei waren die Partien gegen den Favoriten aus Colditz und gegen Roßwein zwei völlig verschiedene, was allerdings nichts daran änderte, dass das Goretzky-Team letztlich mit null Punkten dastand.

Das vergangene Wochenende zeigten die Straßenbahner eine engagierte Vorstellung. Lange Zeit wurde dem HFC Colditz mit ihrem Topstürmer Martin Schwibs Paroli geboten. Die Chancenverteilung sprach zwar am Ende für die Gäste und das Ergebnis von 3:4 war auch nicht unverdient. Dennoch wäre nach dem Spielverlauf ein Unentschieden oder sogar ein Sieg für die SG möglich gewesen. Immerhin stand es bis zur 78. Minute 3:2 für die Jungs von der Neuen Linie. Der erneut bestens aufgelegte Malgut traf zweimal, der wieder genesene Heinz einmal und so wurde aus einem 1:2-Zwischenstand in der 69. Minute plötzlich eine Führung. Die Cleverness und Erfahrung der Colditzer waren schließlich ausschlaggebend, so dass die drei Punkte doch noch entführt wurden. Hinzukamen in den letzten Minuten zu viele individuelle Fehler der SG-Hintermannschaft, womit sich die Goretzky-Männer nicht belohnten.

Ihr anderes, unschönes Gesicht zeigte die nur etwas veränderte Elf am Feiertags-Mittwoch in Döbeln, wo man auf den Tabellen-13., Roßweiner SV, traf. Trotz Führung und einem spielerisch überschaubaren Gegner setzte es eine herbe 1:5-Schlappe. Die Anfangsminuten verliefen dabei vielversprechend für die Gelb-Blauen: Erneut knipste Heinz mit einem 16-Meter-Knaller ins kurze Eck und besorgte damit die Führung für die Gäste. In der Folge hätte man nur nachlegen müssen, so dass die Roßweiner vermutlich auseinander gebrochen wären. Aber zwei „Hundertprozenter“ wurden von Menkel und Weinlich liegen gelassen. Nach 30 Minuten hatte es dann den Anschein, als stellten die Connewitzer das Fußballspielen ein. Auch fehlende Laufbereitschaft und schlechtes Zweikampfverhalten schlichen sich nach und nach ins Spiel der SG. Das Heimteam wusste dies dann irgendwann zu nutzen, wobei zwei katastrophale Ballverluste im Mittelfeld dem RSV das Toreschießen erleichterten. Leider brachte auch die energische Halbzeitansprache des Trainers keinen Impuls, stattdessen erhöhte sich die Fehlerquote quasi minütlich und das 3:1 ließ nicht lange auf sich warten. Zwar bemühten sich die 1. Herren weiter, das Spiel mit Anstand zu beenden, aber die Durchschlagskraft fehlte und Angriffsaktionen blieben eine Seltenheit. Der Gegner nutzte den Raum und ballerte sich zum 5:1-Heimsieg.

Nach einer insgesamt starken Vorstellung gegen Colditz und einer schwachen Partie gegen Roßwein wartet nun der Tabellenzweite Lipsia Eutritzsch auf das Goretzky-Team. Und die Männer von der Neuen Linie tun gut daran, sich wieder von ihrer kämpferischen und leidenschaftlichen Seite zu zeigen. Dann ist auch gegen ein Spitzenteam ein Punkt und mehr drin!