Erneut lediglich mit der Startelf reisten die Straßenbahnerinnen am vergangenen Sonntag zum SV 90 Lissa, einem Gegner, der es den Leipzigern in der Vergangenheit immer schwer gemacht hat. Das junge und dynamische Team aus Lissa hatte wenig Schwierigkeiten ihr Spiel gleich zu Beginn aufzubauen. Durch starken Laufeinsatz schaffte es Lissa immer wieder ihre Verteidigung mit nach Vorn zu bringen und so stellten sie in der Zentralen oft eine Überzahl Situation her. Einige Schüsse aus der zweiten Reihe fanden den Weg zum Leipziger Tor, welches von Torhüterin Steffanie Katens jedoch gut bewacht wurde. In der 10. Minute erspielte sich die LVB ihre erste Torchance über Tanja Hardenberg, die mit etwas kühlerem Kopf die Torhüterin hätte überlupfen sollen, so jedoch leider an ihr scheiterte. In der 21. Minute fand dann einer von den bereits erwähnten Schüssen aus der 2. Reihe sein Ziel im Leipziger Netz zum 1:0 und bereits in der 29. Minute fing sich die LVB ein unglückliches Eigentor zum 2:0. Nach diesem Tor nahmen die Gegnerinnen deutlich das Tempo raus, was sie in der ersten halben Stunde hoch gehalten haben. Dies konnte jedoch nicht zum eigenen Vorteil genutzt werden und trotz guter Kommunikation in Leipziger Reihen ging man mit diesem Zwischenstand und ohne weitere Torchancen in die Halbzeit.
Auch in der zweiten Halbzeit strahlten die blau-gelben wenig Torgefahr aus, trotz guter Arbeit durch Lena Böhme in der Zentralen und weite Abstöße sowohl von Steffi, als auch von der souverän verteidigen Anabel Feistner weit in die gegnerische Hälfte kamen, dort jedoch lediglich von Lissa abgefangen wurden. Lissa hingegen erspielte sich noch einige Torchancen, die sie aus Leipziger Sicht jedoch glücklicherweise nicht nutzen konnten. Positiv aufgefallen sind Valeria Geister und Antje Müller, die zusammen auf derlinken Leipziger Seite Kampfgeist und verbale Motivation verprühten. Trotzdem blieben die einzigen erwähnenswerten Chancen der LVB einige Freistöße aus dem Halbfeld, welche durch Anabel beherzt getreten, jedoch nicht brandgefährlich wurden. Zusammenfassend hatte Lissa mit voller Wechselbank und guter Fitness an diesem Sonntag die Nase vorn und ihr Sieg war nie wirklich in Gefahr.

Kader: Katens, Geister, Bürgel, Feistner, Landrock, Müller, Böhme, Langer, Heckler, Hardenberg, Heinecke