Der Altweibersommer und eine besetzte Auswechselbank stimmten die Mädels der SG heute optimistisch, endlich mal wieder drei Punkte zu erobern. Wehmutstropfen am heutigen Tage war das Fehlen der Trainerin am Rand, das sollte jedoch kein Hindernis darstellen, dachte sich das Team. Das Spiel nahmen die Gelb-Blauen dann jedoch nicht in die Hand. Bereits in der 7. Minute konnte Ersatzkeeperin Paula Landrock sich nicht mehr so lang machen, dass sie den Schuss ins Eck hätte verhindern können und so kassierten die Straßenbahnerinnen ihren ersten Dämpfer. In der Folge hatte man einige gute Torchance, die von Stürmerin René Eisen leider jedoch knapp neben, und nicht im Tor landeten. Die Kombination aus verpassten Chancen und dem Rückstand brachte Unruhe in die Reihen und viele Bälle kamen selbst mit dem Blick nicht auf den Ball geheftet nicht bei den Mitspielerinnen an. Im Zentrum entstanden immer wieder Lücken, die Klinga für lange Bälle in die Spitze nutzten, um es den stark spielenden Innenverteidigerinnen Jessica Bürgel und Janina Sierks schwer zu machen. Diese unterstützten sich jedoch gegenseitig gut und es wurde nie wirklich brandgefährlich. Klingas Druck nach vorn drückte sich auch in der hohen Anzahl der Ecken aus, welche jedoch nicht genutzt werden konnten. Die erste Halbzeit blieb zum Ende hin weitestgehend ereignislos und so blieb das 1:0 der Pausenstand.
In die zweite Halbzeit starteten die LVBlerinnen mit Verstärkung von der Bank, ein Luxus, den es die letzten Woche so nicht gab. Hochmotiviert begann man die zweite Runde der Partie. Mit einigen Umstellungen versuchten die Mädels nun mehr Druck nach vorn auszuüben, sie wollten das Spiel noch drehen. In der 58. Minute dann jedoch der erneut der Dämpfer. Nach viel Gewusel und Gestocher mit mehreren Spielerinnen beider Teams konnte der Ball nicht endgültig im 16er geklärt werden und somit landeten ein abgefälschter Schuss dann doch im Toreck der Gäste- 2:0 für Klinga. Im Folgenden ist vor allem die gute läuferische und zweikampftechnische Leistung der rechten Seite mit Sandra Walther in der Verteidigung und Nancy Heinecke im Mittelfeld zu betonen. Die beiden unterbanden jeweils einige schnelle Angriffe. In den letzten 15 Minuten des Spiels schien das Team plötzlich wie ausgewechselt. Eine deutlich höhere Präsenz und starker Wille das Spiel noch zu drehen, oder jedenfalls noch einen Punkt mit nach Leipzig zu bringen, waren deutlich zu spüren. Sowohl die linke Seite über Verteidigerin Valeria Geister und Flügel Antje Müller, als auch Janina aus der Innenverteidigung trieben den Ball immer wieder gut nach vorn. Dort fand Maren Langer einmal mit links, einmal mit rechts schießend jeweils die oberen Torwinkel, doch Klingas Torfrau fischte auch diese Schüsse aus der Luft. Somit endete das Spiel 2:0 für Klinga und die LVB muss erneut eine herbe Niederlage einstecken. Der Endspurt des Teams reichte leider nicht mehr aus, dafür hätte das Spiel einige Minuten länger gehen müssen. Bevor man nächste Woche zum Tabellenführer nach Meuselwitz fährt, hätte ein Sieg der Moral sicher gut getan. Nichtsdestotrotz arbeitet das Team in der kommenden Woche weiter an sich, um dann doch erfolgreich den nächsten Sonntag zu beenden.

Startelf: Landrock, Geister, Sierks, Bürgel, Walther, Müller, Böhme, Langer, Jonas, Eisen
Wechsler: Hardenberg, Heinecke