Die Straßenbahner gingen als klarer Außenseiter in ihr erstes Heimspiel der Saison 2018/19, stand doch auf der Gegenseite der aktuelle Landesklasse-Meister gegenüber, der FSV Krostitz. Doch die Gäste trauten in den ersten Minuten ihren Augen kaum, da die SG-Herren mit Vollgas loslegten. Sie ließen die Gäste bis zur Mittellinie gewähren, pressten dann aber mit der gesamten Mannschaft und zwangen den Gegner zu Fehlern. Aufgrund des schnellen Umschaltspiels entstanden mehrere Einschussmöglichkeiten, doch Malgut, Schnabel und Kästner vergaben. Und dennoch sollte das 1:0 bereits nach 18 Minuten fallen: Nach einer Balleroberung auf rechts flankte Menkel scharf auf den eingelaufenen Poser, der seinen Fuß eher als der Gegenspieler an den Ball brachte und so einnetzte. Großer Jubel und ein Vorsprung, der bis zur Pause halten sollte. Die einzige Chance für Krostitz resultierte aus einer Standardsituation, wobei der Größenvorteil der Krostitzer von ihnen insgesamt zu wenig ausgenutzt wurde.

Die zweite Hälfte zeigte dann ein anderes Gesicht. Der FSV drückte und das Goretzky-Team reagierte fast nur noch. Die Tempoverschärfung des Meisters sorgte dafür, dass sich ab der 60. Minute ein Spiel auf ein Tor entwickelte. Die SG schaffte dabei zu selten Entlastung. Auch die Auswechslungen brachten den Verteidigern nur selten dringend benötigte Verschnaufpausen. Nach einem Lattenschuss der Gäste und einer Abwehraktion auf der Linie schlug es zum verdienten 1:1 ein (69.). Und leider fiel auch noch das 1:2 kurz vor Schluss (87.): Nach einer geklärten Ecke schlief das SG-Team beim Rauslaufen, so dass der wieder hereingespielte Ball am zweiten Pfosten mit einem Kopfball verwertet werden konnte. Einzig ein Freistoß von Malgut und ein Alleingang von Rosemeier auf den FSV-Torwart waren als SG-Chancen im zweiten Abschnitt zu verbuchen – das war zu wenig. Blieb letztlich die Erkenntnis, dass die 1. Herren mit einem Spitzenteam nur 60 Minuten mithalten konnten, aber trotzdem starke erste 45 Minuten zeigten.

Aufstellung
Kaiser – Bunge, Härtel, Wedding, Menkel – Weinlich, Schnabel, Kästner, Huck (Bittner, 70.) – Malgut (Amin, 57.), Poser (Rosemeier, 75.)