SG LVB unterliegt dem Chemnnitzer FC 1:4

Wieder einmal bildete bestes Fußball-Wetter den Rahmen beim Spiel in Abtnaundorf. Erstmals seit einem guten halben Jahr kehrte Tina ins Tor zurück. Für Katharina war es der erste Einsatz im Dress der LVB und Marlene kehrte nach langer Verletzungszeit in die Startelf zurück. Jessica, die an diesem Tag ebenfalls ihr Comeback feiern durfte, nahm neben Isa und Laura aus der Zweiten zunächst auf der Bank Platz.

Von Beginn entwickelte der Tabellenvierte aus Chemnitzer viel Druck. So war Tina bereits in der 1. Minute gefordert und entschärfte eine Hundertprozentige der Gäste. Die technisch beschlagenen Chemnitzerinnen ließen in der Folge den Ball sicher zirkulieren und versuchten, wie erwartet, über die Flügel durchzubrechen. Die SG LVB hatte dagegen große Probleme, Zugriff herzutellen. Defensiv agierten die Straßenbahnerinnen zu passiv und in Ballbesitz zu ungenau und über weite Strecken auch zu behäbig, um den CFC vor ernsthafte Aufgaben zu stellen. Dem Führungstreffer der Chemnitzerinnen in der 11. Minute hätten noch viele folgen können. Stattdessen ging es, etwas glücklich, nur mit dem knappsten aller Rückstände in die Halbzeit.

In der Pause wurde vom 5-3-2 auf ein 4-4-1-1 umgestellt, wobei Katharina vom Abwehrzentrum auf die 6 vorrückte und Jana auf den rechten Flügel rückte. Durch den knappen Rückstand bestand durchaus noch Hoffnung, das Spiel noch zu drehen, dafür bedurfte es aber einer deutlich aktiveren zweiten Halbzeit.

Durch die doppelte Besetzung beider Flügel war die Mannschaft aus Connewitz nun merklich besser im Spiel. Die Angriffe konnten stabiler verteidigt werden und als Resultat daraus ergab sich auch mehr mehr Ballbesitz. Doch bereits acht Minuten nach Wiederanpfiff erhöhte der CFC auf 2:0.

Die Spielanteile betreffend, waren beide Mannschaften relativ gleichwertig. Wirklich zwingende Möglichkeiten der Straßenbahnerinnen blieben jedoch aus, während Chemnitz sich nun effektiver vor dem Tor präsentierte. Die Gegentore die sich die SG LVB in der ersten Hälfte verdient hätten, holte der CFC, zum Teil mit Unterstützung der Straßenbahnerinnen nun nach.

In der 70. Minute belohnten sich die Straßenbahnerinnen zumindest für den ansprechenden Einsatz in den zweiten 45 Minuten. Einen Ball durch die Schnittstelle in den Lauf von Diemut, mittlerweile als Sturmspitze aufgeboten, vollendete sie durch einen platzierten Abschluss zum Ehrentreffer in die linke untere Torecke.

Fazit:

Am Ende steht eine verdiente 1:4 Niederlage, da die Chemnitzerinnen in Halbzeit 1 viele Möglichkeiten ungenutzt ließen, sich dafür in der zweiten Hälfte deutlich kaltschnäuziger zeigten. Ansprechende 45 Minuten reichten den Straßenbahnerinnen nicht, um zumindest das Endergebnis knapper zu gestalten. Leider verletzte sich Sophie zudem überhalb des rechten Auges und fällt mindestens für kommenden Sonntag aus, was der gegenwärtig angespannten Personalsituation definitiv nicht förderlich ist.

Es spielten:  Jahns – Vogel, Brüggemann (64. Abele), Stöhr, Schuppener (C), Ritz – Winkler, Prochazka, Mörtlbauer (82. Höh) – Meyer (55. Hermann), Matheußik

„Vieles, was in den letzten Spielen in der Defensive gut lief, lief heute nicht. Die Chemnitzern kombinierten sich vor allem in der ersten Halbzeit zu zahlreichen Torchancen. Dank Tina, die nach langer Pause endlich wieder da ist, stand es zur Halbzeit sehr glücklich nur 0:1. Nach der Halbzeit kamen wir zwar wieder besser ins Spiel, aber fingen uns erneut sehr einfache Gegentore, wo wir als Abwehr nicht gut aussahen. Zumindest in der Offensive zeigte sich ein kleiner Trainingseffekt der letzten Wochen.“

Daniela Schuppener

„Bei meinem Comeback war ich gleich in der 1. Minute gefordert und so zog sich das durchs gesamte Spiel. Chemnitz war uns immer einen Schritt voraus, dazu haben wir zu viele Bälle im Spielaufbau leichtfertig hergeschenkt und Chemnitz mit Slapstick-Einlagen zum Toreschiessen eingeladen. Die Niederlage war auch in der Höhe völlig verdient. Dennoch haben sich meine Mädels nie aufgegeben, das stimmt mich optimistisch im Kampf gegen den Abstieg.“