Ernüchternde null Punkte aus den letzten beiden Spielen, in denen vier sicher gerechtfertigt und sechs durchaus möglich gewesen wären. Es waren keine „Na sie waren eben besser“-Niederlagen, die die Mädels der LVB einstecken mussten.Und doch wird es allmählich zum Mantra: Man muss die Dinger vorne halt auch machen.

Der Start in die Partie war zwiegespalten. Das Tor von Sophie Höllein in der 12. Minute bescherte den Gastgeberinnen eine frühe Führung. Da liefen allerdings auch schon die Gespräche zwischen gleich zwei von Zerrungen geplagten Spielerinnen und der Trainerbank – es blieb keine andere Wahl, als schon nach einer guten Viertelstunde zwei der drei Wechsler aufs Feld zu bringen.  Nach 25 Minuten dann der Ausgleich durch die Gäste. Diese hatten erkannt, dass Hüterin Therese Mausbach zu weit vor ihrem Tor stand und trafen von außerhalb des Strafraums. Von Seiten der Gastgeberinnen wurde in diesen 45 Minuten nicht viel Schönes geboten: sich durchsetzen, den Ball annehmen, festmachen, präzise Pässe spielen – zu selten. Torgefahr wurde vor allem durch gut geschlagene Ecken ausgetrahlt, an deren Verwertung es aber auch an diesem Tag scheiterte. In der 35. Minute trafen schließlich die Gäste des LFC in ähnlicher Manier wie schon zum 1:1 und gingen damit in Führung.

In der zweiten Halbzeit traten die LVB-Mädels dann noch einmal so auf, wie sie es sich wohl von Anfang an gewünscht hätten. Sie dominierten das Spiel, das nun hauptsächlich in der Hälfte der Gegner stattfand. Doch das Tor wollte nicht fallen. Ein unachtsamer Moment im eigenen Strafraum der Blau-Gelben führte dann in der 89. Minute zum Handelfmeter und einem Platzverweis. Der Strafstoß wurde von den Gästen sicher verwandelt. Somit konnte auch Greta Engelkes Anschlusstreffer in der Minute danach keinen Punkt mehr sichern, den sich die Gastgeberinnen nach dieser starken zweiten Halbzeit durchaus verdient gehabt hätten.

Am kommenden Sonntag steht das letzte Spiel in diesem Kalenderjahr an. Dann will „Die Zweite“ noch einmal an ihren guten Saisonauftakt anknüpfen und endlich wieder drei Punkte an der Neuen Linie bejubeln.

Aufstellung:
Mausbach, Geister, Augstein (46. Walther), Zinecker, Bürgel, Radek, Schlimmermann, Nagel (19. Brüggemann), Höllein, Engelke, Feistner (15. Schofeld)