Dass gegen diesen Gegner viel Einsatz gefragt sein würde, war schon vorher allen klar – blieb nur noch die Umsetzung auf dem Platz gegen die Spielvereinigung Leipzig. Mit dem klaren Ziel, auch beim dritten Spiel der Saison nicht nachzulassen und weiterhin zusammen guten Fußball zu spielen, ging es also los. Die Mädels in Gelb-Blau schafften es gleich zu Beginn, den Ball nach vorne zu bringen. Schon in der 4. Minute kam es so zum Handspiel einer Gegnerin in deren Strafraum und folglich zum Strafstoß für die SG LVB. Helena Nagel fasste sich ein Herz und den Ball und schob ihn in die linke untere Ecke. 0:1!

Eine glückliche Führung, deren Berechtigung sich aber im Laufe der ersten Halbzeit zeigen sollte. Die Mannschaft spielte miteinander, arbeitete füreinander und ließ nicht locker – weder vorn noch hinten. So blieb dem Gegner der gelegentlich lange Ball in die Tiefe und viel Arbeit in der eigenen Hälfte. Einzig das zweite Tor wollte nicht fallen, weshalb auch in der Pause die Devise klar war: weiter kämpfen, bissig bleiben.

Zu Beginn der zweiten Hälfte war davon zu wenig zu sehen. Der Gegner fand zunächst besser ins Spiel zurück und sorgte für brenzlige Situationen vor dem Tor. Sabine Fuchs im Tor der SG LVB (Vielen Dank für deinen Einsatz, trotz langer Spielpause!) und dem Rest der Mannschaft gelang es jedoch ein ums andere Mal, den Ball wieder aus dem eigenen Sechzehner zu befördern. Mitte der zweiten Halbzeit gelang es der LVB, auch mal aus der eigenen Hälfte zu kommen und nach vorn zu agieren. Zwingende Torchancen ergaben sich daraus allerdings nicht – es hieß weiterhin durchhalten, dranbleiben.

Jule Zinecker hielt es dann in der Innenverteidung nicht mehr aus, preschte von dort aus mit dem Ball nach vorn, wo erst die Torfrau der Gegner sie daran hindern konnte, das Ding zu entscheiden. Diese schöne Aufgabe übernahm schließlich Jana Matheussik, die mit ihrem zweiten Torschuss des Spiels mehr Treffsicherheit bewies als mit ihrem ersten und so in der 89. Minute den Gästen die Erleichterung und Freude des Schlusspfiffs schon ein paar Minuten früher bescherte. 0:2 Endstand.

Aufstellung:
Sabine Fuchs, Anna Augstein, Jule Zinecker, Valeria Geister, Jessica Bürgel, Nina Schlimmermann, Helena Nagel, Nina Radek (85. Sandra Walther), Jana Matheussik, Greta Engelke (50. Paula Landrock), Anabel Feistner