LVB verpasst beim 2:2 gegen Heidenau die Gelegenheit, sich in der Spitzengruppe der Landesliga festzusetzen

Bei bestem Fußballwetter traf die SG LVB an der Neuen Linie auf den punktgleichen Heidenauer SV. Dabei erwischten die Straßenbahnerinnen den besseren Anfang. In der siebenten Minuten prüfte Coco die Heidenauer Torfrau nach einem Freistoß von Anne. Die Heimmannschaft blieb danach am Drücker, erarbeite sich mehr Spielanteile, allerdings auch wenig klare Chancen und leistete sich darüber hinaus besonders in den Anfangsminuten einige Wackler im Spielaufbau. Die 1:0 Führung in der 13. Minute besorgte schließlich Helen. Nach einer Ecke von Corinna auf den langen Pfosten stieg sie am höchsten und köpfte unhaltbar ein. In der Folge blieben klare Chancen allerdings Mangelware, während Heidenau jeder Zeit körperlich präsent war und durch schnelle Gegenstößen vor das Tor der Connewitzerinnen gelangen wollte. Da die zentralen LVB-Verteidigerinnen in diesen Situation allerdings zumeist auf dem Posten waren, ging von den Heidenauer Torabschlüssen wenig Gefahr für das LVB-Gehäuse aus.

Da der Heimmannschaft ihrerseits die Intensität im Gegenpressing wie einiges an Präzision auf dem schwierigen Geläuf fehlte und im Zweifel immer noch ein Heidenauer Körperteil im Weg war, ging es mit der knappsten aller Führungen in die Pause.

Im Anschluss daran startete die SG etwas besser in den zweiten Spielabschnitt, hatte aber auch Glück bei einem Konter der Gäste. Frei vor dem Tor verzog eine Heidenauer Spielerin und vergab so die größte Möglichkeit zum Ausgleich. Die Zwei-Tore-Führung für die Heimmannschaft nur wenige Minuten später resultierte aus einem der vielen LVB-Angriffe über den rechten Flügel. Die wohltemperierte Hereingabe im Anschluss an einen 50m Sprint von Jenny klärte eine Heidenauer Verteidigerin vor Coco ins eigene Netz. Da nun schließlich auch der Ball länger in den Reihen der LVB zirkulierte, schien das Spiel auch unter Kontrolle. Als allerdings zwölf Minuten vor Spielende ein Klärungsversuch vor den Füßen der Heidenauer Nummer 13 landete und sie den Ball flach rechts unten im Tor der LVB unterbrachte, schöpften die Gäste wieder Hoffnung und verstärkten ihre Offensivbemühungen. Den Connewitzerinnen gelang es nun nur noch selten für Entlastung zu sorgen, meist landete das Spielgerät postwendend wieder in der Hälfte der LVB. Der Ausgleich fünf Minuten vor Spielende fiel dann fast zwangsläufig. Nach einem Freistoß der Gäste kommt eine Heidenauerin zum Abschluss, den Niki noch parieren kann, beim Nachschuss muss sie sich dann allerdings geschlagen geben. Zwar wollten nun beide Mannschaften noch den Sieg erzwingen, nur blieben alle Bemühungen umsonst.

Unter dem Strich eine gerechte Punktetilung. Zwar hatte die SG LVB mehr vom Spiel und verpasste es, nach dem 2:0 noch ein drittes Tor nachzulegen, doch waren die Heidenauerinnen stets gefährlich und verbuchten auch die klareren Abschlussmöglichkeiten für sich.

Es spielten: Schumann – Vogel, Grüll, Schuppener –  Heller – Abele (66. Matheussik), Ritz, Theissen, Liebing (C) – Vogg, Wahlers (Denkwitz 75.)

Anna Ritz
„Ich finde es ziemlich schade, dass wir am Ende sehr nachgelassen haben. Unser ganzes Spiel besaß keine klaren Spielstrukturen, viele Pässe kamen ungenau oder zu langsam, welche der Gegner leicht wegfangen konnte. Bei uns fehlte die Intensität. Kampfgeist und Einsatz waren zwar vertreten, aber die Angriffe wurden nur halbherzig gespielt, ohne Schnelligkeit und verpufften meist kurz vor dem gegnerischen Strafraum! Aber der Wille zum Sieg war jedenfalls eine ganze Zeit lang da und wir haben 2 Tore geschossen.“