Aus aktuellem Anlass zur bevorstehenden Partie Landesliga Frauen RasenBallsport Leipzig- SG LVB
 
In mehreren offenen Briefen wurde dem Sächsischer Fußball-Verband die Meinung von mehr als sechs Vereinen der Landesliga Sachsen zur Eingliederung von RasenBallsport Leipzig in die Landesliga mitgeteilt. Diese Briefe fanden erst richtig Gehör beim Verband als der Bischofswerdaer FV 08 nicht zu seinem Pflichtspiel antrat. Im Zuge dessen wurden die Medien wie z.B. ZEIT ONLINE, N24, SPORT1, kicker und sogar die LVZ Leipziger Volkszeitung auf diese Thematik aufmerksam.
 
Schnell lud der SFV darauf zu zwei runden Tischen, die das Thema schnell klären sollten. Von konsequenter Klärung kann dabei aber keine Rede sein. Der Ärger und der Unmut der Vereine gegenüber dem Verband haben sich mittlerweile in Resignation gewandelt. Die Vereine mussten einsehen, dass es dem Verband augenscheinlich nicht an lückenloser Aufklärung gelegen war. Zwar möchte man jetzt den Vereinen einen gewissen Teil der Fahrtkosten und der Schiedsrichterkosten ersetzen, aber das eigentliche Problem der unrechtmäßigen Spielgenehmigung und der Einmischung des Verbandes in Vereinsarbeit durch die Geschäftsstelle des SFV, dass in seiner vollen Gesamtheit erst durch die Mithilfe des FFV Leipzig ans Tageslicht kam, wird weiterhin bagatellisiert und klein geredet. Vielmehr bot man den Vereinen durch den anwesenden Sportrichter an, eine Weiterbildung für die Vereine zum Thema Pass- und Spielrecht anzubieten- also den Vereinen, die in der Vergabe nichts falsch gemacht haben.
 
Der SFV wies nur durch den Sportrichter daraufhin, dass die Spielgenehmigung zwar unrechtmäßig durch den SFV ausgestellt wurde, sie aber nun mal erstellt ist und nicht zurückgenommen werden kann. Man stelle sich mal vor, ein Angestellter der Führerscheinstelle, gibt einen Führerschein fälschlicherweise aus. Darf man den Führerschein nach Bekanntwerden des Fehlers behalten und offiziell weiter ein Fahrzeug steuern?
 
Man kommt zu dem Schluss, dass die Gewalten im SFV zwar offiziell voneinander getrennt sind, in dieser Situation aber konform Hand in Hand gehen.
 
Die SG LVB Fußball hat lange überlegt, wie sie sich beim Aufeinandertreffen in der Landesliga gegen diese Mannschaft verhalten möchte. Man zu dem Schluss gekommen, dass der SFV gar nicht um wirkliche Aufklärung in diesem Fall bemüht ist bzw. war. Daher wird die 1. Frauenmannschaft zum Spiel antreten, da eine harte Strafe seitens des Verbandes vielmehr durch das Sportgericht zu befürchten ist.
 
In Falle eines Nichtantritts unseres Teams kann davon kann ausgegangen werden, dass sich der SFV wieder stark an den eigenen auferlegten Regeln orientieren würde.
 
Wünschenswert wäre dies auch in anderen Fällen. Gleiches Recht für ALLE.