In einem guten Pokalspiel konnten die Straßenbahner mit 3:2 (1:1) knapp aber verdient beim TSV Spitzkunnersdorf in die nächste Pokalrunde einziehen. In der Liga hatte man diesen auswärts deutlich mit 6:1 besiegt, doch diesmal standen die Vorzeichen anders, denn man musste auf den guten aber kleinen Hartplatz ausweichen. Dieser spielte in den ersten Minuten dem Gastgeber in die Karten. Bevor man sich richtig an die Platzgegebenheiten gewöhnen konnte, stand es nach einem Standard bereits nach 2. Minuten 1:0 für den Gastgeber. Den Ball konnte man nicht konsequent klären und so war Susann Vogel im Tor beim Schuss aus 11m machtlos. Resolut suchten die Gastgeber auf dem engen Feld die Zweikämpfe und machten es so den Connewitzerinnen schwer. Nach und nach kamen diese dennoch besser in die Partie und erspielten sich ein Übergewicht. Die Abwehr um Anna Maria Grüll agierte jetzt auch fast fehlerfrei und ließ den Gastgeber nicht mehr durchkommen. Dennoch fehlte der letzte Pass in der Offensive, um auch torgefährlich zu werden. Nach einer halben Stunde griffen auch wieder einzelne Automatismen im Offensivspiel. Sabine Leipnitz eröffnete mit einem guten Schuss die beste Phase der Connewitzerinnen bisher im Spiel. In der 39.Min setzte sich Corinna Vogg auf links stark durch und spielte von der Grundlinie gekonnt auf die mitlaufende Anne Heller, die beherzt zum 1:1 einnetzte. Kurz vor der Pause hatte Sabine Leipnitz nach Pass von Marlene Winkler die Führung auf dem Schlappen, doch ihr Schuss ging knapp am Gehäuse vorbei. Beendet wurde die 1. Halbzeit mit einem Freistoß auf den Querbalken der Connewitzerinnen. Ansonsten wäre auch die Torfrau zur Stelle gewesen. Nach eindringlichen Worten in der Halbzeit lief es in der 2. Hälfte besser für die Straßenbahner. In der 49. Minute war Annegret nach einer Ecke mit einem wuchtigen Kopfball zur Stelle und markierte die 2:1 Führung. Man drückte auf die Entscheidung, musste aber völlig überraschend den Ausgleich schlucken, als ein Standard wieder nicht gut geklärt wurde. In der 62. Minute hatte Anne Heller mit einem Elfmeter die Gelegenheit die Führung wieder herzustellen, doch sie scheiterte an der gut aufgelegten Hüterin. So war es wiederum Annegret Haschke, die mit dem Kopf zum 3:2 einnickte (75.Min). Die Gastgeber wollten zwar den Ausgleich, kamen aber nicht mehr ins Spiel. Schon dreimal innerhalb von 5 Minuten hatten die Connewitzerinnen den Torjubel auf den Lippen, als Helen Theißen mustergültig bedient wurde, doch ihre Chancen verpassten das Ziel. In der letzten Minute scheiterte Corinna Vogg mit einem Schuss an der Torfrau. Letztendlich blieb es beim 3:2 und dem verdienten Einzug in das Viertelfinale des Landespokals. Am kommenden Sonntag eröffnen die Connewitzerinnen die Rückrunde mit dem Heimspiel gegen den FFV Leipzig II.

Stimmen zum Spiel

Annegret Haschke

„In Spitzkunnersdorf stürmte und schneite es. Doch nicht nur das Wetter hat uns eiskalt erwischt, sondern auch Spitz. Uns fiel es, auf dem kleinen Feld schwer in unser gewohntes Spiel zu finden. Doch wir haben uns nicht aufgeben, sind ruhig geblieben und haben uns zurück gekämpft. Am Ende war es ein verdienter Sieg. Doch hätten wir unsere Chancen klar genutzt, hätte das Spiel auch deutlich höher ausgehen können. So blieb es bis zur letzten Minute spannend.“

Für die SG spielten: Vogel- Ullmann, Schuppener, Grüll, Herrmann (52.Min Klawitter)- Winkler, Heller, Haschke- Theißen, Vogg und Leipnitz (76.Min Liebing).

Die Tore für die Straßenbahner schossen: Heller (39.Min) und Haschke (49. und 75.Min).