Im Rahmen der Erstrundenpartie des Landespokals beim Landesklassisten Heidenauer SV stand vor der Partie nicht der Sport sondern eine klare Positionierung an. Zusammen mit dem sächsischen Fußballverband setzte man mit einem Banner („Wir sagen NEIN zu Rassismus“) ein Zeichen gegen Fremdenhass und Diskriminierung. Im Spiel wollte man ebenso bestimmt zu Werke gehen und seiner Favoritenrolle gerecht werden, denn die Rollen waren klar verteilt. Gegen einen tiefstehenden Gegner taten sich die Connewitzerinnen in der ersten Halbzeit schwer. So gab es in den ersten 20min keine nennenswerte Torchance für die Gäste. Die Gastgeberinnen versuchten mit langen Bällen für Entlastung zu sorgen. In der 25 Minute kam solch ein langer Ball durch und plötzlich krachte es am Gebälk. Doch es blieb beim 0:0. Dies war ein erster Warnschuss für die Straßenbahnerinnen. In der Folgezeit kamen sie so zu klaren Aktionen und konnten auch gute Torschussmöglichkeiten herausspielen. Allerdings fehlte bei diesen noch die Präzission und Konzentration. Allein Corinna Vogg hatte zwei Riesen auf dem Schlappen. So ging es mit einem 0:0 bei tropischen Temperaturen in die Halbzeit. Dort begann die holzendorfsche Elf sofort druckvoll und schnürte die Gastgeberinnen in der eigenen Hälfte ein, so dass LVB Torfrau Tina Jans in Hälfte zwei arbeitslos blieb. Doch das Verwerten klarster Torchancen gelang nicht. So musste man bis zur 81. Min warten, ehe Helen Theißen die Connewitzerinnen mit dem 1:0 nach feiner Vorarbeit durch Annegret Haschke erlöste. Danach war es die beherzt aufspielende Kapitänin Annegret Haschke die mit zwei weiteren Toren zum letztendlich sehr verdienten 3:0 Erfolg beitrug. Dennoch gebührt den tapfer kämpfenden Heidenauerinnen Respekt. Nun startet am kommenden Sonntag die Liga mit dem Auswärtsspiel beim FFV Leipzig III, wo man auf bessere Chancenverwertung hofft.

Stimmen zum Spiel

Nancy Mehlig

In der ersten Halbzeit hatten wir defensiv ein paar Schwierigkeitenin der Abstimmung, natürlich auch, weil es wieder eine neue Konstellation war. Ansonsten ging nach vorn viel. Über die Qualität der Abschlüsse brauchen wir nicht reden, da hätten wir viel früher führen müssen!

Annegret Haschke

Ich bin sehr froh, dass wir in die zweite Runde des Landespokal eingezogen sind. Es war ein sehr kraftraubendes Spiel, denn der Gegner stand zu Beginn gut und spielte engagiert. Es hat lange gedauert, bis wir unser Spiel gefunden haben. Wir haben zwar drei Tore geschossen und souverän zu Null gespielt, doch die Torausbeute war eindeutig zu wenig, aufgrund der vielen liegen gebliebenen Chancen.
Wir wissen woran wir arbeiten müssen und werden nächste Woche hochmotiviert das erste Ligaspiel bestreiten.

Helen Theißen

Unsere Aktion gegen Rassismus vor Beginn des Spiels hat mir sehr gut gefallen! Dem Spiel war dann die Hitze anzumerken und bei unseren vielen gut raus gespielten Chancen wünschte man sich, dass das erlösende Tor endlich fällt. Es hat mich dann sehr gefreut, dass ich in der 81. Minute der sogenannte Dosenöffner sein und die perfekte Vorbereitung von Gretel in ein Tor ummünzen konnte! Das Gretel dann noch auf 3:0 erhöht hat, gibt denke ich gut unsere spielerische Überlegenheit wieder. Jetzt freut sich sicher jede auf das Achtelfinale und vor allem auf den Beginn der Liga nächste Woche!

Die SG spielte mit: Schumann (45. Min Jans)- Vogel, Mehlig, Grüll, Ullmann- Winkler, Heller, Haschke- Leipnitz (85.Min Herrmann), Vogg und Wahlers (53.Min Theißen).

Die Tore für die Straßenbahnerinnen schossen Theißen (81.Min) und Haschke (88./90.Min)