Nach etlichen Spielausfällen ging es für die Connewitzerinnen zum Tabellennachbarn aus Bischofswerda. Die Begegnungen der beiden Teams sind immer hart umkämpft. Zwar legte man sich eine Strategie zurecht, spielte aber in den ersten 45 dem Gastgeber zu oft in die Karten. Diese setzten auf altbewährte Mittel und liefen konsequent nach lang getretenen Bällen die zweiten Bälle an. Zu Beginn hielt man in diesen Phasen noch die Konzentration oben, aber mit zunehmender Spieldauer in der 1. Hälfte schlichen sich Konzentrations- und Abspielfehler ein. Häufig entschied man sich dabei für die falsche Option. Zweimal konnte die starke Connewitzer Hüterin den Rückstand verhindern, aber nach einem unnötigen Fehlpass in der Hintermannschaft schlugen die Gastgeber zu und markierten das 1:0. Kurzzeitig zogen die Straßenbahnerinnen jetzt an den Ketten und drückten auf das gegnerische Tor nach einem schönen Angriff über Anne Heller und Corinna Vogg spielte letztere einen schönen Ball auf Sabine Leipnitz, die diesen im Tor unterbrachte. Einzig der Heimcoach und Linienrichter sahen dabei eine Abseitsstellung und so blieb es beim Rückstand. Kurz vor der Pause vermieste man sich den Halbzeittee, in dem man nicht konsequent störte und so zu ließ, dass die Gastgeber mit einem sehenswerten Distanzschuss auf 2:0 erhöhten.

In der Halbzeit schien man die richtigen Schlüsse gezogen haben. Die veränderten Abläufe im System brachten einen besseren und zügigeren Spielaufbau. Nach wenigen Minuten in der 2. Hälfte wurde Helen Theißen, wie in der Halbzeit besprochen, freigespielt und verwandelte zum 1:2 Anschluss. Man bekam den Gastgeber besser in den Griff, der sich in Hälfte zwei nur noch auf das Verteidigen beschränken konnte und auch durch versuchtes Konterspiel keine Entlastung bzw. Torchancen fand. Leider kam man nur selten in gute Abschlusspositionen und das Glück fehlte auch, als beispielsweise ein Freistoß von Anne Heller an die Latte klatschte. So dominierten die Straßenbahnerinnen zwar die zweiten 45 Minuten konnten dies aber nicht in mehr Zählbares ummünzen. Am Ende steht eine 2:1 Niederlage, die zwar vermeidbar gewesen ist, aber aufgrund einer nicht guten ersten Hälfte in Ordnung geht.

Im letzten Pflichtspiel des Jahres empfangen die Straßenbahnerinnen am kommenden Sonntag ab 12.30Uhr den Chemnitzer FC zum Pokalviertelfinale an der „Neuen Linie“.

Jenny Liebing

„Wir sind sehr motiviert in die Partie gegangen, denn wir wollten endlich den Fluch von Bischofswerda überwinden. Ich hatte das Gefühl, dass wir zu Beginn spielerisch nach vorne überzeugen konnten. Die zweiten Bälle haben wir allerdings in der Folge nicht gut behauptet. Hinzu kamen Unaufmerksamkeiten,auch von meiner Seite, welche der Gegner auszunutzen wusste. In der zweiten Halbzeit haben wir vieles besser gemacht, die Partie drehen konnten wir allerdings nicht, so dass das Ergebnis eben auch in Ordnung geht.“

Martin Holzendorf

„In Durchgang eins haben wir dem Gegner in die Karten gespielt und ihn durch unseren Spielaufbau und Konzentrationsschwächen stark gemacht. So lagen wir auch völlig verdient zur Pause zurück. Nach dem Wechsel haben wir an dem einen oder anderen Stellrädchen gedreht und haben die Kontrolle über die Partie bekommen. Doch leider konnten wir uns nicht mit einem zweiten Tor belohnen. So bleiben die drei Punkte bei einem auf allen Ebenen unbequemen Gegner.“