Zu unchristlicher Uhrzeit am heiligen Sonntag traten die zweiten Frauen der LVB beim BSV Schönau an. Bei herrlich nassem und windigem Novemberwetter drohte auf Kunstrasen zumindest nicht die Gefahr einer Schlammschlacht.

Vielleicht etwas verschlafen aber auf jeden Fall unsortiert starteten die 2. Frauen in die Partie. Im Mittelfeld fehlte ein wenig der Überblick und so ergaben sich große Räume für die Heimmannschaft. Nach einem Fehlpass von der linken Seite ins Mittelfeld, konnten die Schönauerinnen einen Angriff nach vorne schnell ausspielen und mit einem platzierten Torschuss in der 27. Minute in Führung gehen. In der ersten Halbzeit hatten die Straßenbahnerinnen bei Gegenangriffen oftmals recht wenig entgegenzusetzen, dadurch schafften es die Frauen vom BSV Schönau immer wieder durch das Mittelfeld zu spazieren und sich gefährlich dem Tor der Gäste zu nähern.

Die zweite Halbzeit begann mit mehr Präsenz und Wachsamkeit der Straßenbahnerinnen. Im Mittelfeld wurde jetzt öfter gedoppelt, dadurch wurde es den Schönauerinnen nicht mehr so einfach gemacht, Angriffe nach vorne auszuspielen. Gleichzeitig wurde auch der Druck auf die Heimmannschaft erhöht. In der 50. Minute konnte die gegnerische Hüterin einen Vorstoß der LVB Mädels nur schlecht klären. Dadurch fiel der Ball Jenny Liebing vor die Füße, die ihn in hohem Bogen ins Tor beförderte und damit den 1:1 Ausgleichstreffer erzielte. Durch diese Aktion mit neuem Selbstbewusstsein ausgestattet, drückten die Straßenbahnerinnen die Heimmannschaft immer mehr in deren Hälfte zurück. In der 60. Minute konnte ein gegnerischer Abstoß abgefangen werden, der über die linke Seite schnell zu LVB Stürmerin Maren Langer weitergeleitet wurde, die zum 2:1 Führungstreffer einnetzte. Damit hatten die Connewitzerinnen innerhalb von 10 Minuten das Spiel gedreht. Nun wollten sie sich den Sieg auch nicht mehr nehmen lassen. Dies machten sie in den darauffolgenden Angriffen des BSV Schönau deutlich, als ballführende Spielerinnen in Offensivaktionen auch mal durch ein Foul gestoppt wurden. In den letzten 10 Minuten wollten die Straßenbahnerinnen es dann noch mal wissen und stürmten wieder zielstrebig auf das gegnerische Tor. Dabei gelang Anna Ritz noch ein Treffer, der allerdings leider aus einer Abseitsposition heraus erzielt wurde.

Insgesamt kann man sagen, dass der Sieg durchaus verdient war, auch wenn es in der ersten Halbzeit noch an Abstimmung mangelte und es den Gegnern zu einfach gemacht wurde das Spiel in die Hand zu nehmen. Mit der Aufholjagd nach einem Rückstand haben die zweiten Frauen bewiesen, dass sie auch durchaus noch mal zurück kommen können und nicht gleich die Köpfe in den Sand stecken sollten, wenn sie einen Gegentreffer kassieren. Hoffentlich wird diese positive Einstellung mit in das nächste und gleichzeitig letzte Heimspiel diesen Jahres genommen, welches am 29.11. um 12 Uhr gegen den TuS Pegau auf der Neuen Linie angepfiffen wird.

Für die LVB spielten: Birnstock – Höh (85. Walther), Kettner, Augstein, Geister – Müller, Tunstall, Landrock – Ritz, Langer, Liebing (84. Glöckner)