Der größte Gegner heute war sicher für die meisten Spieler die Hitze, 33°, gefühlt 40° lassen die Lust auf Fußball nicht ins Unermessliche wachsen. Aber LVB gegen Markranstädt ist immer ein hochklassiges Spiel zweier Mannschaften, die sich in den letzten Jahren immer tolle Duelle auf Augenhöhe geboten haben. Eine leere Wechselbank hatte der Gästetrainer Schmitz hinter sich, nächste Woche auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft wird er 20 Spieler begrüßen dürfen. Hier gilt ein ausdrückliches Dankeschön an Andre Willkowski, der trotz langwieriger Krankheit den Weg von Bad Lausick in den Leipziger Vorort gefunden hat. Von Anfanf an bestimmmte M-städt das Spiel, Mittenzwei, Kujat kamen immer wieder gefährlich vor das Tor von Gästehüter Litke, der aber stets auf den Posten war. LVB etwas vorsichtiger, versuchte immer wieder Sorgatz und Goly in Szene zu setzen. Doch Kreyßig nutzte die erste Unaufmerksamkeit in der LVB Abwehr und konnte mit einem Seitfallzieher ins lange Eck einnetzen. Jetzt wurden die Gäste aus dem Connewitzer Holz mutiger. Konnte Hebestreit noch zuvor eine lange Flanke nicht erlaufen, so überraschte er in der 23. Minute die gesamte Abwehr der Randleipziger. Saubere Ballannahme auf der Grundlinie und gegen den gefühlvollen Heber konnte der herauseilende Oliver Saumsiegel nichts mehr machen. Beide Mannschaften jetzt gleichwertig, Chancen auf beiden Seiten, doch bis zur Pause konnte keine von beiden Mannschaften eine sich ihr bietenden Chancen nutzen.

Die zweite Halbzeit begann wie die Erste, mit druckvollen und gefälligen Spiel der Markranstädter. So dauerte es bis zur 54. Minute, Mittenzwei nicht zu stoppen, Hebestreit kommt Kässner etwas zu heftig zur Hilfe, der Stürmer nimmt die sich bietende Gelegenheit an und sinkt zu Boden. Elfmeter, den sich der Gefoulte nicht nehmen lässt und zum 2:1 einschiebt. LVB hat jetzt auch wieder mehr vom Spiel. Immer wieder wird Sorgatz auf links gesucht, der sich einige Male durchsetzen kann, aber letzlich fehlte auch ihm, wie auch Thomas Goly heute das Quentchen Glück ein Tor zu machen. M-städt macht das besser, kontert die Gäste aus, langer Ball, Hüter Litke klärt auf der Linie, vor der Linie (??) mit der Hand, gelbe Karte und Freistoß. Steffen Baasch schön an der Mauer vorbei- 3:1. Nicht die letzte strittige Entscheidung des „Un“-parteiischen. Die Gäste schienen jetzt geknackt zu sein, da spielt bei diesen Temperaturen sicher auch der Kopf eine große Rolle. Nach einigen Kontern der Heimmanschaft LVB wieder am Zug, Anspiel zu E. Richter im Strafraum, der wird klar gefoult, Schirie Eckhardt sieht dies nicht so und lässt weiterspielen, Konter 4:1 durch Seik. Hier kochten die Emotionen nochmal hoch, denn mit dieser Entscheidung war das Spiel zugunsten der Markranstädter entschieden. Auch die Heimmannschaft ließ es jetzt ruhiger angehen, einzig Mittenzwei riss noch an den Ketten, denn das Fernduell um die Torjägerkanone mit dem Stötteritzer Brunke ist noch nicht entschieden. In der 81. Minute dringt Willkowski in den Strafraum ein und wird wieder klar gefoult, dieses Mal konnte der Schieri nicht anders und zeigte auf den Punkt. Marko Sorgatz unkompliziert zum 4:2. Trotzdem mussten jetzt die Gäste der Hitze Tribut zollen und Markranstädt konnte seine spielerische Klasse ausspielen, Mittenzwei kann seine Treffer 37 und 38 markieren.

LVB gratulierte nach dem Spiel den Gastgebern zur Meisterschaft, die die sich wohl nicht mehr nehmen lassen werden.

Die Gäste aus dem Connewitzer Holz werden nächste Woche als amtierender Landesmeister den Sächsischen Fußballverband beim Deutschen Altherren Cup, der inoffiziellen Deutschen Meisterschaft, bereits zum Dritten Mal in Folge vertreten. Dieses Jahr findet diese Ausgabe bereits zum 10ten Mal statt, dieses Mal in Oyten, bei Bremen. Dort messen 64 Teams, u.a. Hertha BSC, Bayern München und VfB Lübeck, die Kräfte. Nach dem Achtelfinale im Jahr 2013 in Neubrandenburg, dem Vorrundenaus 2014 in Großaspach, wollen die Alten Straßenbahner die Blau-Gelben Farben der Stadt Leipzig erfolgreicher vertreten. Der Achtelfinaleinzug sollte geschafft werden und dann muss man schauen.

Viel Erfolg

Es spielten: Litke, A. Richter, Kuhnt, Mucke, Kässner, Hebestreit. E.Richter, H. Sorgatz, M.Sorgatz, Willkowski, Goly

eingewechselt: Fehlanzeige