Zu den ersten 45.Minuten sollte man normalerweise keine Worte verlieren. LVB machte sich das Leben selber schwer und versuchte zu zaubern, statt den einfachen Ball zu spielen. Poser hatte in in der Anfangsphase zwar mit der 100%igen aus 5m das 1:0 auf dem Fuß, doch danach blieb alles blass und die TuS vergoldete aus dem Nichts den ersten Torschuss mit der Führung (14. Geisler). Die SG fiel nur durch negative verbale Äußerungen untereinander auf. Bereits in der ersten Hälfte hatte Trainer Shubitidze seine Unzufriedenheit mit zwei Wechseln geäußert und verlor auch in der Pausensprache nicht viel Worte. So sprach sich die Mannschaft selbst kurz aus und berappelte sich. Die SG hatte nun klar das spielerische Übergewicht, wobei jetzt auch wieder Fussball gespielt wurde. Der in der ersten HZ eingewechselte S. Müller verstand es als erfahrener Spieler die Bälle im Angriffs-Drittel zu festigen und die nachrückenden Sechser/Außenspieler einzusetzen. Das LVB zur Zeit die Seuche am Fuß hat, zeigte spätestens die Aktion als Walther sich bis zur Grundlinie durchsetzte, Schnabel bediente und sein (theoretisch) unhaltbarer Ball von Pfefferkorn glänzend pariert wurde (70.). Die TuS brachte nicht viel zum Spiel bei, blieb jedoch durch einfache Mittel stets gefährlich. So wurden die Connewitzer am Ende mit dem zweiten (77. Dau) und dritten (81. Franke) Gegentreffer gedemütigt! Aus dem derzeitigen Loch kann man sich nur noch als Mannschaft und nicht als Einzelkämpfer durch Kampf ziehen. Unverständlicher Weise spiegeln die Wettkampfauftritte nicht die Trainingseinheiten wieder. Viel Aufwand mit wenig Nutzen, das muss dringend bei den Straßenbahner geändert werden. Es gibt nur noch ein ALLE FÜR EINEN UND EINER FÜR ALLE ! Das sinkende Boot kann nur von der Mannschaft selbst mit geschlossener Leistung und Willen aufgehalten werden. RB

Die SG spielte mit: Kaiser, Troks, Kästner, Blum, Walther, Schnabel, Steinhäußer, Voigt, Gruner (39. S.Müller), Pohle (39. Elsner), Poser