Der SSV Markranstädt steht nach einem souveränen 5:1-Sieg bei der SG LVB im Viertelfinale des Sachsenpokals. SSV-Kapitän Robert Zickert avancierte dabei mit einem Doppelpack und einer Torvorlage zum Matchwinner. Der Shubitidze-Truppe gelang in der 2. Halbzeit durch Poser lediglich der Ehrentreffer, was aber keine weiteren Auswirkungen auf den Verlauf des Spieles hatte. Markranstädts Trainer Heiko Weber veränderte seine Anfangself gegenüber dem 0:1 in Eisenach auf vielen Positionen, wobei eine Änderung besonders auffiel: Abwehrchef Zickert lief als Stürmer neben Mario Hesse auf. Dafür bildeten Le Beau und Majetschak die neue Innenverteidigung. LVB-Coach Shubitidze nahm im Vergleich zum 1:1 gegen den Bornaer SV zwei Veränderungen vor: Prescher, Felix kam für Rolf Kästner und Roland Huck ersetze Jörg Steinhäußer. Der haushohe Favorit wollte von Beginn an keinen Zweifel am Viertelfinaleinzug aufkommen lassen und diktierte das Geschehen. So stand der agile Schößer, nach schönem Zuspiel von Hesse, in der 4. Minute das erste Mal allein vor LVB-Torhüter Kaiser, der stark parierte. Der Oberligist versuchte geduldig, die Lücken im Abwehrverbund zu finden. Die SG lauerte naturgemäß auf Konter und stand erstmal geschlossen hinter dem Ball. Der SSV war um ein schnelles Tor bemüht, scheiterte aber immer wieder an den ungenauen letzten Pässen. Das 1:0 für die Markranstädter markierte schließlich Marcel Nüchtern, der einen langen Ball aus den eigenen Reihen gut antizipierte und allein vorm Tor einschob (18.). Die Straßenbahner versuchten mutig, immer wieder früh zu stören und kamen durch Huck zu einer ersten kleineren Chance (20.). In der 37. Minute was es erneut Hesse, der schön auf Schößler durchstecke. Der legte uneigennützig quer und Zickerte hatte keine Mühe das 2:0 für den SSV Markranstädt zu machen. Kurz vor der Pause kam die SG LVB noch zu einem Eckball, der aber keine Gefahr darstellte. So ging es mit einem 0:2-Rückstand in die Pause.

Gleich nach Wiederanpfiff machten die Gäste weiter Druck: Der fleißige Nüchtern und Zickert spielten sich sehenswert mit einem Doppelpass auf links durch. Die Eingabe fand mit Stephan Voigt einen Abnehmer, der allerdings ein klassisches Eigentor zum 3:0 für den SSV erzielte (47.). Die Gastgeber konnten immer wieder kleinere Nadelstiche setzen (46.) und (50.), blieben aber gegen die gut organisierte Abwehr der Markranstädter ohne große Chance. In der 53. Minute ging LVB-Kapitän Birnbaum hinten ins Dribbling, Zickerte schnappte sich den Ball, spielte quer auf Hesse und der netzte zur 4:0-Führung ein. Somit war das Spiel entschieden. Nach einem Eckball von Zimmermann, stieg Zickert am höchsten und machte mit seinem zweiten Treffer an diesem Tag schließlich das 5:0 (64.). In der Folgezeit kam LVB noch zu einer guten Gelegenheit: Schnabel und der eingewechselte Poser spielten einen Konter gut aus, Daubitz konnte in letzter Sekunde nur noch zur Ecke klären. In den anschließenden Eckball von Walther, schmiss sich Poser mit all seiner Kraft hinein und erzwang somit den Ehrentreffer zum 1:5 (75.) aus Sicht der Gastgeber. In den letzten 15 Minuten des Spiels passierte nicht mehr viel und so blieb es bei einem leistungsgerechten 5:1-Sieg für den SSV Markranstädt.

Heiko Weber war nach dem Spiel mit seiner Mannschaft zufrieden: „Das war ein hochverdienter Sieg für meine Mannschaft. Wir haben uns gut bewegt, dürfen allerdings den Gegentreffer nicht zulassen. Mit Zickert im Sturm haben wir heute mal etwas ausprobiert, mal schauen was sich daraus entwickelt.“ LVB-Trainer Shubitidze sah es nicht anders: „Meine Mannschaft war bemüht und hat in einigen Phasen gezeigt, zu was sie in der Lage sein kann. Die Spieler sollten dieses Spiel genießen und Erfahrungen für den Liga-Alltag sammeln. Der Sieg für Markarnstädt geht völlig in Ordnung.“

Falls Markranstädt keinen gesperrten Spieler eingesetzt hat, steht die Mannschaft von Heiko Weber somit nun sicher im Viertelfinale.

Tore: 0:1 Nüchtern (18.), 0:2 Zickert (37.), 0:3 Voigt (47. ET), 0:4 Hesse (53.), 0:5 Zickert (64.), 1:5 Poser (75.)

SG LVB: Kaiser – Troks, Blum, Prescher (53. Steinhäuser), Walther, Schnabel, Huck ( 65. Poser), Bunge (60. Gruner), Voigt, Pohle, Birnbaum (C)

Quelle:http://leipzig.sportbuzzer.de/magazin/ssv-markranstaedt-steht-nach-souveraenem-5-1-sieg-im-viertelfinale-des-sachsenpokals/6647

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