Nur zwei Wochen nach dem verlegten Hinspiel traf die SG LVB II erneut auf die SpVgg 1899 Leipzig, dieses Mal auswärts. Nachdem man sich zum Heimspiel mit einem Unentschieden hatte begnügen müssen, waren alle entsprechend motiviert, 3 Punkte mit an die Neue Linie zu nehmen. Personell gut aufgestellt fanden die Straßenbahnerinnen schnell ins Spiel und agierten von Anfang an mit Druck auf die gegnerische Defensive. Bereits nach wenigen Minuten gelang Maria Klawitter nach guter Flanke von Julia Feld ein gefährlicher Kopfball, der aber leider nicht den Weg ins Tor fand. Die erste Chance der Gastgeber, die sich über die rechte Außenbahn nach vorn kombiniert hatten, konnte Innenverteidigerin Alina Schmidt klären. Leider wurde diese (an sich lupenreine) Aktion vom Schiedsrichtergespann als Foul interpretiert, sodass SpVgg ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld zugesprochen wurde. Durch ein Verständigungsproblem bei der Zuordnung in der Defensive fand dieser eine Abnehmerin im Strafraum der SG LVB, die daraufhin nach nur 8 Minuten Spielzeit den 1:0 Führungstreffer erzielte. Die Straßenbahnerinnen hatten danach deutliche Probleme, ins Spiel zurück zu finden. Zwar spielte sich die Partie fast ausschließlich in der Hälfte der Gastgeber ab, ihnen gelang es aber durch eine nun sehr kompakt stehende Defensive, die frühe Führung zu verteidigen. Dies erschwerte es der SG LVB, den gefährlichen letzten Pass zu spielen und auch Schüsse aus der zweiten Reihe blieben leider ohne zählbaren Treffer.

In der zweiten Halbzeit brachte die Einwechslung von Anna Hermann für Pia Glöckner neuen Schwung in die Offensive. Auch das Kombinationsspiel im Mittelfeld verbesserte sich deutlich, sodass man die Abwehr der SpVgg immer wieder unter Druck setzte. Nach nur wenigen Minuten dribbelte Stürmerin Julia Feld von rechts gefährlich in den gegnerischen Strafraum und schob den Ball an der herauslaufenden Hüterin vorbei ins Tor. Dass diese anschließend noch mit dem Fuß am Kopf getroffen wurde, wurde jedoch erneut vom Schiedsrichtergespann als Foul fehlinterpretiert und das Tor nicht gegeben. In der 53. Minute konnte schließlich Vicky Denkwitz, nach einem guten Pass in die Lücke der gegnerischen Abwehrkette, den 1:1-Ausgleichtreffer erzielen. Doch die LVB kämpfte weiter um 3 Punkte. So stand auch die Viererkette sicher und nach vorn geschlagene Bälle der SpVgg konnten von Anna Augstein und Alina Schmidt sauber geklärt werden, sodass Torhüterin Sabine Fuchs in der 2. Halbzeit nichts zu tun bekam. In der Offensive drängte man dagegen weiter auf den verdienten Führungstreffer. Maria Klawitter bekam über links erneut ihre Torchance, traf aber leider nur das Aluminium. Durch eine gute Einzelaktion gelang es Julia Feld erneut, in den Strafraum der Gastgeber vorzudringen, wurde aber vom Libero der SpVgg von den Füßen geholt. Auf Elfmeter zu entscheiden schien den Unparteiischen allerdings zu missfallen, was die Stimmung auf und neben dem Spielfeld zunehmend erhitzte. Dazu trug auch die überraschende Neuinterpretation der Abseitsregel der Linienrichterin bei, welche in den letzten Minuten einige Torchancen der Straßenbahnerinnen zu Nichte machte.

So endete diese Begegnung erneut unentschieden. Obwohl durchaus mehr drin gewesen wäre, hat sich die SG LVB in Punkto Kampfeswille und fußballerischem Zusammenspiel nichts vorzuwerfen, was auf einen erfolgreichen Saisonabschluss nächste Woche an der Neuen Linie hoffen lässt.

 Es spielten: S. Fuchs – Uhlig, A. Schmidt, Augstein, Geister – Klawitter, Wilke, Glöckner (46. min Herrmann), Kettner, Denkwitz – Feld.

Das Tor für die SG LVB II erzielte Vicky Denkwitz (53. min).