Die 1. Frauenmannschaft der SG LVB steht nach einem 7:2 (5:1) Erfolg gegen den Landesklassisten Chemnitzer Polizeisportverein im Viertelfinale des sächsischen Landespokals. Der Gegner aus Chemnitz war für das Team um Kapitänin Annegret Haschke eine große Unbekannte, da man noch nie gegen dieses Team gespielt hatte. Dennoch wollte man auch in diesem Achtelfinale das Selbstbewusstsein an den Tag legen, dass einen in den letzten Wochen stark gemacht hat. Von Beginn an nahm man die Zügel des Spielgeschehens wieder fest in die Hand und kam schon in den Anfangsminuten zu einigen kleineren Chancen. In der 10. Minute wurde dann Corinna Vogg mustergültig freigespielt, die sich mit dem 1:0 bedankte. Neun Minuten später zog Marlenen Winkler trocken vom 16er ab und erhöhte auf 2:0. Die Straßenbahnerinnen blieben weiter tonangebend, leisteten sich im Spielaufbau aber teilweise ungewohnte Abspiel- und Annahmefehler. Auch die Schuhwahl zu dieser Jahreszeit müssen einige Akteure überdenken, denn viele rutschten auf nassem und tiefen Boden immer wieder aus. Der Gastgeber beschränkte sich auf weite und hohe Bälle in die Spitze, die von der Abwehr um Friederike Fuchs und Anna Grüll gut abgefangen wurden. In der 25. Minute verwandelte Marlene Winkler einen Strafstoß nach Foul an Annegret Haschke souverän. Nach einem schönen Spielzug war es Helen Theißen, die nur zwei Minuten später auf 4:0 erhöhte. Kurz vor der Halbzeit fielen noch zwei Tore. Corinna Vogg baute in der 42.Min die Führung auf fünf Tore aus, ehe der Gastgeber eine Minute später nach einem Abstimmungsfehler in der Connewitzerhintermannschaft den alten vier Toreabstand wieder herstellte. So ging es auch in die Kabine. Nach der Pause verkürzte der Gastgeber auf 5:2 ehe Corinna Vogg und Marlene Winkler jeweils mit ihrem dritten Tor am heutigen Tag den 7:2 Endstand herstellten. Zwar hatten die Straßenbahnerinnen noch gute Einschussmöglichkeiten, die aber leider ungenutzt blieben. So stehen die Frauen der SG LVB völlig verdient nach zwei jähriger Abstinenz wieder im Viertelfinale des Landespokals, wo am 23.11.2014 der Gegner im Auswärtsspiel FSV Lokomotive Dresden heißt.

Stimmen zum Spiel:

Maria Klawitter: „Ganz besonders gefreut habe ich mich, dass ich von Beginn an spielen konnte und natürlich auch darüber, dass wir eine Runde weiter sind. Wir haben ein ganz gutes Spiel gemacht, mit teilweise schönen Spielzügen, aber leider auch mit einigen Nachlässigkeiten, die wir nächsten Sonntag gegen Johannstadt abstellen müssen. Ein bisschen ärgerlich sind die beiden Gegentore, wo wir nicht gut aussahen.“

Julia Feld: „Trotz der unvorteilhaften Platzbedingungen haben wir ein zufriedenstellendes Spiel abgeliefert und können somit den Einzug ins Viertelfinale feiern. Ich durfte nach dreimonatigem Aussetzen heute endlich wieder das LVB Trikot tragen. Die Mädels sind top fit und demnach war es mir eine große Ehre mit ihnen zusammen spielen zu können.

Annegret Haschke: „Die gestrige Aufgabe war es in die nächste Runde des Landespokals zu ziehen. Mit fußballerischem Können, Spaß und Leidenschaft wollten wir überzeugen und ich denke, es ist uns relativ gut gelungen. Wir waren die gesamte Zeit spielbesteimmend und haben zu keiner Zeit das Spiel aus der Hand gegeben. Ich persönlich freue mich, dass ich auf der für michungewohnten Position überzeugen konnte und die ersten fünf Tore vorbereiten konnte. Nächste Woche müssen wir die kleinen technischen Fehler abstellen, 90 Minuten konzentriert sein und jede muss erneut an ihre Leistungsgrenze gehen.“

Für die SG spielten: Gerber- Vogel (67.Min Ullmann), Fuchs (57.Min Naumann), Grüll, Klawitter- Korb (29.Min Ulbrich), Poschen, Winkler- Theißen (80.Min Feld), Vogg und Haschke.

Die Tore für die Straßenbahner schossen: Vogg (10./ 42./ 70.Min), Winkler (19./ 25./ 75.Min) und Theißen (27.Min).