Bei bestem Spätsommerwetter empfingen die Straßenbahnerinnen am vergangenen Sonntag den SV Klinga-Ammelshain an der Neuen Linie. Der Leipziger Trainer Alexander Perschmann hatte einen maximalen Spielerkader zur Verfügung und konnte so die optimale Startelf in die Partie schicken. Die SG LVB II nahm sofort das Spiel an sich und wurde den Gästen aus Klinga-Ammelshain mit Steilpässen auf die Außenstürmer gefährlich. Schon nach wenigen Minuten wurde so eine 100%ige Chance herausgespielt, als der Ball von außen auf die Mittelstürmerin Pia Glöckner abgelegt wurde. Leider brachte ihr zu wenig platzierter Torschuss das Runde nicht im Eckigen unter, sodass die gegnerische Torfrau parieren konnte. In der Viererkette der Gastgeber zeigten sich zu Beginn der Partie noch einige Unsicherheiten, doch der SV Klinga-Ammelshain schaffte es bis dahin nicht, sich diese zu Nutze zu machen. Die einzige Möglichkeit der Gäste ergab sich durch einen direkten Freistoß aus 20 m, den die LVB-Torhüterin Claudia Jakob glänzend parierte. Unterdessen waren immer wieder die Straßenbahnerinnen am Zug, denen es jedoch nicht gelang, ihre Vielzahl gut herausgespielter Möglichkeiten in zählbare Treffer zu verwandeln. Die 40. Spielminute brachte den ersten Schreck-Moment für die SG LVB mit sich, als die beste Leipziger Torjägerin Anna Ritz nach einem „Kopfschuss“ der Gegenspielerin vom Platz musste. Eine Minute später bekam der SV Klinga-Ammelshain einen Eckstoß zugesprochen. Dieser konnte zwar zunächst geklärt werden, wurde aber von den Gästen erneut in den Strafraum geflankt. Durch mangelnde Zuordnung wurde diese Flanke von einer zu frei stehenden Klingaer Spielerin zum 0:1 verwandelt. Kurz vor der Halbzeitpause bekam die SG LVB erneut ein Gegentor durch eine ähnliche Situation eingeschenkt, als ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld erst geklärt wurde, beim „zweiten Ball“ jedoch wieder die Zuordnung fehlte.

 In der zweiten Halbzeit wollte man natürlich den 0:2-Rückstand wieder wettmachen, doch wie schon in der ersten Hälfte führten die vielen guten Zuspiele und Ballstafetten nicht zu einem erfolgreichen Torabschluss. In der 60. Spielminute stellte der Leipziger Trainer Alexander Perschmann hinten auf Dreier-Kette um. In dieser agierten die Abwehrspielerinnen Valeria Geister, Theresa Gehring und Anna Augstein sehr sicher, sodass der SV Klinga-Ammelshain dem Leipziger Tor kaum noch gefährlich wurde. Die 79. Minute brachte dann die nächste schwerwiegende Verletzung in der Mannschaft der Gastgeber mit sich, als sich Spielmacherin Sophie Abraham nach unglücklichem Zweikampf am Knie verletzte (Wir wünschen an dieser Stelle eine gute und schnelle Genesung!). Nachdem man sich von dem Schock erholt hatte, kämpften sich die Straßenbahnerinnen über die verbleibende Spielzeit. Zu einem Anschlusstreffer reichte es jedoch nicht mehr.

 Obgleich durch das Ergebnis nicht widergespiegelt, war man dem Gegner spielerisch deutlich überlegen. Leider hat man es nicht geschafft, die spielerisch sehr gute Leistung durch zählbare Treffer zu belohnen. Dennoch sollten alle im nächsten schweren Auswärtsspiel in Döbeln an den gezeigten Kampfgeist und ihre starke Laufbereitschaft anknüpfen, dann klappt es hoffentlich auch bald wieder mit dem Torerfolg.

Es spielten: Jakob – Joost (60. Min. Höllein), Augstein, Schuppener (55. Min Gehring), Geister – Tunstall, Abraham (79. Min Bürgel), Kettner – Ritz (40. Min Müller), Glöckner, H. Nagel