Die absolut passende Überschrift für dieses Spiel lautet Kampf, Kampf und nochmals Kampf. Der Rasen bei der LVB war in sehr schlechter Verfassung. Er war nass und deshalb mit einigen Schubkarren Sand aufgefüllt worden. Jeder Spieler wusste was das bedeuten würde. Als Abwehrchef war wieder Carsten Günther eingesprungen- tolle Leistung, danke Carsten. Armin Werner stand im Tor. Auf den ältesten Torwart der LVB wartete ein dramatisches und abwechslungsreiches Spiel. Aber „die Katze“ war an jenem Tag in Topform. Die Spielvereinigung aus Lindenau war der erwartet starke Gegner, obwohl das Spiel für die Gäste unglücklich begann. Heiko Binder köpfte bereits in der 1. Minute ein wunderbares Tor, allerdings schlug der Ball im eigenen Tor ein. Die 1:0 Führung für die LVB- ein Geschenk. Kurz darauf bekam Olaf Heinrich im Mittelfeld ein weiteres Geschenk der Gäste- ein Pferdekuss der besonderen Härte. Heinrich deutete zunächst die Auswechslung an, biss sich aber dann durch. In der 25. Minute war es LVB Linksfuß Martin Goller, der ein herrliches Tor schoss, allerdings war auch jenes ein Eigentor- 1:1.  Beide Mannschaften hatten sich reich beschenkt. Das passte in die vorweihnachtliche Jahreszeit. Die Antwort der LVB folgte nur 2 Minuten später. Ein herrlicher Pass von Andre Wilkowski in den Lauf von Udo Werner und der schiebt das Ding mit Links ins Tor. Die LVB wieder in Führung. Danach war die Partie sehr zerfahren. Es gab Möglichkeiten auf beiden Seiten, obwohl die ganz großen Chancen ausblieben. In der 38.Minute fiel ein Spieler der Gäste im Strafraum der LVB, der Schiedsrichter gab aber keinen Elfmeter. Viel Glück für die Gastgeber. 2 Minuten später rannten sich Carsten Günther und Martin Goller unglücklich gegenseitig um. Marcus Anspach war durch und schoss das 2:2. Das war gleichzeitig auch der Pausenstand.

Nach dem Wiederanpfiff spielten die Gäste weiter mit der gleichen taktischen Ausrichtung. Lange Bälle nach vorn. Die LVB versuchte über kurze Pässe und Ballbesitz Chancen zu generieren. Das war auf diesem Boden natürlich schwer. Die Taktik  der Spielvereinigung ging in der 56. Minute auf. Nachdem Armin „die Katze“ mehrfach riesig parieren konnte, hatte er gegen Sven Madry dann keine Chance. Zum ersten Mal in diesem Spiel gingen die Gäste in Führung- Spielstand 3:2. Anschließend wurde LVB Stürmer Lemke nach einem unauffälligen Spiel, richtig muss es heißen schlechten Spiel, ausgewechselt. Lemke hatte bis dahin nicht einmal auf das Tor geschossen. Für ihn kam Thomas Kühn und mit ihm wurde es offensiv ein besseres Spiel der LVB. 5 Minuten nach seiner Einwechslung schlenzte er den Ball aus 16 Metern an die Latte, Mike Weigang staubte ab- 3:3.

Nur wiederum 5 Minuten später holte Markus Berthold auf seiner rechten Seite noch mal alles aus sich heraus. Berthold sprintete die Linie entlang und spielte einen Pass ins Zentrum den man besser nicht spielen kann- ein Traumpass. Mike Weigang musste nur noch den Fuß dranhalten und die LVB war wieder in Führung- 4:3. Anschließend emotionale Szenen- Auswechselspieler der LVB rannten auf das Feld um Markus Berthold zu umarmen- Fußball kann so schön sein. Wiederum 2 Minuten später schlugen die Gäste zurück. Marcel Kuhl mit einem herrlichen Schuss- unhaltbar für die Katze. Wieder der Ausgleich- was für ein Spiel. In der 80. Minute dann stehende Ovationen für LVB Kapitän Jörg Pöhler. Die Nummer 7 wurde ausgewechselt. Es war das letzte Pflichtspiel seiner langen Karriere. 44 Jahre Fußball gingen in diesem Moment vom Platz- danke Pöhli. Diese Lücke zu schließen, wird sehr schwer. Na klar wollte die Mannschaft nun ihrem Kapitän einen Sieg zum Abschied schenken. In der 85. Minute ließ der Keeper der Gäste eine Flanke durch seine Handschuhe rutschen. Wer steht genau richtig und nickt zum 5:4 ein- Thomas Kühn. Eine Woche zuvor hatte er im Spiel gegen die ELO den Matchball noch vergeben, diesmal nicht. Trotzdem einmal noch brauchte die LVB Glück. Kurz vor Schluss fiel wieder ein Spieler der Gäste im Strafraum. Strittige Situation- der Schiedsrichter gab wieder keinen Strafstoß und so endete für die LVB das Jahr 2014 mit einem Sieg.

Den Spruch des Tages gab LVB Spieler Olaf Heinrich zum besten.

 „Wenn man hinten 4 Tore bekommt, muss man eben vorn 5 Tore schießen. So einfach ist das.“

In diesem Sinne- frohe Weihnachten