2. Advent, George Michaels „Last Christmas“ schallt über die Sportanlage an der Neuen Linie. Durch den Besprechungsraum hatte kurz zuvor noch die Stimme von Alex Perschmann geschallt, wo dieser von seinen Spielerinnen höchste Einsatzbereitschaft gegen einen starken Gegner forderte. Ob es an der weihnachtlichen musikalischen Einstimmung lag oder der energischen Ansprache des Trainers – Startschwierigkeiten wie in den vergangenen Wochen blieben an diesem Sonntag aus. Von Beginn an wurde die Abwehrkette des Gegners konsequent unter Druck gesetzt, die Kommunikation im Mittelfeld stimmte und die eigenen Außenstürmerinnen wurden gut ins Spiel gebracht. In der 15. und. 20. Minute kamen diese jeweils zum Schuss, jedoch ohne Torerfolg. Die gesamte Mannschaft spielte stark, ließ die Gäste nicht kombinieren und agierte nach vorn. Kurz nach der Halbzeitpause, in der es keine weiteren Anweisungen gab als „Weiter so!“, wurde in der Heimmannschaft dreimal gewechselt – weiterhin wollte die SG LVB das Spiel bestimmen. Dies gelang fast durchweg, sodass die Gäste in Rot nur selten in gefährliche Tornähe und erst in der 75. Minute zum ersten Torschuss kamen. Häufig schon an den laufstarken Abwehrspielerinnen, spätestens jedoch bei Torhüterin Stephanie Birnstock, scheiterten alle Versuche der Gäste, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Das bessere Spiel machte die Mannschaft der SG LVB und in der 86. Minute sollte dies endlich auch der Spielstand anzeigen: Anna Ritz ließ auf der Außenbahn wieder einmal die gegnerischen Spielerinnen hinter sich und passte in den Strafraum, wo Vicky Denkwitz, Antje Müller und Sophie Höllein für Wirbel sorgten, was damit endete, dass Letztere den 1:0 Führungstreffer erzielen konnte. Ab diesem Zeitpunkt sehnten die Spielerinnen auf dem Feld und auf der Bank sowie die – zwar überschaubaren, aber treuen – Fans den Schlusspfiff herbei. Nach letzten Auswechslungen in der Nachspielzeit (erstaunlicherweise auf beiden Seiten) war es dann auch so weit und die Frauen der „Zweiten“ konnten einen verdienten Heimsieg feiern.

Es spielten: Birnstock – Höh, Grüll, Schmidt, Joost – Walluks (53. Fuchs), Kettner, Denkwitz – Nagel (53. Müller ), Glöckner (53. Höllein), Ritz (91. Kilian)