Am Tag der Deutschen Einheit mussten die Straßenbahnerinnen einen langen Weg nach Spitzkunnersdorf zum dortigen TSV antreten. Von Müdigkeit von der langen Fahrt war aber nichts zu sehen, denn die Connewitzerinnen legten furios los und gingen bereits nach 18 Sekunden durch Helen Theißen in Führung. Im Verlauf der ersten Halbzeit bestimmten die Gäste weitesgehend die Partie. Eine Schrecksekunde gab es zur Mitte der 1. Halbzeit, als sich eine verunglückte Flanke auf den Querbalken des LVB Gehäuses senkte. Dies war aber eine der wenigen Aktionen, die dem Gastgeber in der Offensive gelang. Auf der anderen Seite boten sich für die Straßenbahnerinnen beste Gelegenheiten zum Führungsausbau. Doch gut herausgespielte Chancen konnten durch Helen Theißen und Sabine Leipnitz nicht genutzt werden. So ging es mit der denkbar knappsten Führung in die Halbzeit. Erneut kamen die Connewitzerinnen besser aus der Kabine und erspielten sich wieder ihre Feldüberlegenheit. In der 54.Min legte das Geburtstagskind Annegret Haschke auf die freistehende Julia Ulbrich ab, die trocken den Ball zum 2:0 in die Maschen schoss. Beim Gastgeber schwanden zusehens die Kräfte und so gelangen der LVB einige schöne Kombinationen. Mit dem Doppelschlag in der 67. und 69.Min war die Partie entschieden. Als Torschützen zum 3 bzw. 4:0 konnten sich Marlene Winkler und Corinna Vogg in die Torjägerliste eintragen. Bis zum Abpfiff hätte man das Ergebnis auch noch deutlicher gestalten können. So musste man aber in 72.Min den 1:4 Anschlusstreffer nach einem Missverständnis in der Hintermannschaft hinnehmen. Dennoch blieb es bei einem ungefährdeten Auswärtserfolg im Dreiländereck der Republik. Am nächsten Spieltag empfangen die Straßenbahnerinnen den Aufsteiger Eintracht Leipzig Süd II an der „Neuen Linie“. Dabei heißt es wieder, die Leistungen der Vorwochen zu bestätigen.

Stimmen zum Spiel

Susann Vogel: „Ich habe mich riesig gefreut, vor heimischer Kulisse spielen zu dürfen und meiner Familie zu zeigen, dass ich mich nicht nur im Fausball wohlfühle. Da sich in der ersten Halbzeit etliche Fehler in unserem Team eingeschlichen und der der Schiri sehr `regional`gepfiffen hat, war es umso wichtiger für uns, das Spiel souverän zu gewinnen.“

Julia Ulbrich: „Das war auf jeden Fall ein Arbeitssieg gegen einen bis zum Schluss kämpfenden Gegner. Dennoch haben wir vor allem durch unseren Willen verdient gewonnen und ich bin auch froh, durch mein Tor zum Sieg der Mannschaft beigetragen zu haben.“

Annegret Haschke: „Für mich ist es ein rundum zufrieden stellender Tag. Wir haben die maximale Punktausbeute aus Spitz nach Leipzig gebracht und konnten meinen Geburtstag anschließend ausgelassen feiern. Mit dem Spiel bin ich zufrieden. Es war ein sehr kleiner Platz, an dem man sich erst gewöhnen musste. Die Chancenverwertung lag leider wieder nicht bei 100%. Hier müssen wir nächste Woche noch eine Schippe drauf legen.“

Helen Theißen: „Das uns in Spitzkunnersdorf ein kampfbetontes Spiel erwartet, war klar und ich wollte von Beginn an Alles geben. Dass mir dann so ein schnelles Tor gelingt, hat mich natürlich riesig gefreut, vor allem das es ein Tor mit meinem vermeintlich schwächeren linken Bein war. In der ersten Halbzeit hätten wir ein paar Mal nachlegen können bzw. müssen. Leider habe ich meine Großchance nicht genutzt. Das werde ich aber hoffenttlich beim nächsten Mal nachholen. Trotz liegen gelassener Chancen haben wir Spitz aber 90min lang dominiert und es war ein hochverdienter Sieg. Mit dieser Mannschaft macht es einfach Spaß zu spielen und zu gewinnen.“

Für die SG spielten: Gerber- Vogel (70.Min Klawitter), Korb, Poschen, Ullmann- Haschke, Ulbrich, Winkler- Theißen (75.Min Liebing), Vogg und Leipnitz (80.Min Schuppener).

Die Tore für die Straßenbahnerinnen schossen: Theißen (1.Min), Ulbrich (54.Min), Winkler (67.Min) und Vogg (69.Min).