Am Sonntag, den 10.11.13 begann das Spiel der Damen II. der SG LVB gegen den Roten Stern sehr fahrig. Es wirkte so als müssten sich beide Mannschaften an den nassen Boden, der den Ball schnell machte, gewöhnen. So sahen die Zuschauer in den ersten Minuten ein umkämpftes Spiel, welches sich relativ ausgeglichen gestaltete. Die Gäste versuchten das Spiel zu machen und vor allem mit hohen Bällen den Verteidigerinnen der LVB gefährlich zu werden. Diese gingen aber konsequent dazwischen und waren häufig auch eher am Ball. Allerdings fehlte im Spielaufbau die nötige Ruhe und Präzision. Der Grund hierfür war vielleicht auch in den vielen Änderungen in der Startaufstellung zu finden. Doch durch das starke Spiel von Außenverteidigerin Alina Schmidt und von Sandra Walther, die im Mittelfeld fast alle Angriffe der Spielerinnen vom Roten Stern vereitelte, kamen für die Gäste keine zwingenden Torchancen zu Stande. Im Gegensatz dazu nutzte Hanna Joachimmeyer in der 25. Minute die erste Torchance der LVB, nach einem schönen Pass von Vicky Denkwitz. Die Angreiferin der LVB war einen Schritt schneller als ihre Gegenspielerin, setzte dann ihren Körper gut ein und schob den Ball abgezockt ins linke Eck. Aber auch mit dem Tor im Rücken fehlte es den Damen der LVB im Spielaufbau. Kurz vor der Pause sahen die Zuschauer dann die bis hierhin stärkste Phase der LVB, die sich in dieser drei Ecken erspielte. Die letzte der drei Ecken, in der 43. Minute, schön getreten von Theresa Gehring, konnte von Anna Augstein, die den Ball Volley nahm, souverän im Tor untergebracht werden. Dieses 2:0 fiel laut Trainer Alexander Perschmann: „Weil endlich mal jemand zum Ball geht!“. Danach kamen die Gäste noch mal und erspielten sich eine Torchance, nach einem schönen Pass in die Mitte. Der Schuss wurde noch leicht von Annegret Wilke abgefälscht, konnte aber von Torhüterin Stephanie Birnstock gut gehalten werden. So ging die Heimmannschaft, die an dem Tag die effektivere und damit glücklichere Mannschaft war, mit 2:0 in die Pause.

Nach der Halbzeit ging ein Ruck durch die Heimmannschaft, sie wirkte engagierter und versuchte Druck aufzubauen. In der ganzen 2. Halbzeit erkämpfte sie deutlich mehr Spielanteile und mehr Räume.  Doch die Gäste kamen weiter vor das gegnerische Tor, könnten sich allerdings keine zwingende Möglichkeit herausspielen, da immer eine der Innenverteidigerinnen einen Fuß dazwischen bekam. Trotzdem erkämpfte sich die LVB eine weitere Möglichkeit. Theresa Gehring wurde in der Nähe des 16ers gefoult und erhielt einen Freistoß. Wie schon im letzten Spiel lief Manuela Limbach an und schoss den Ball aufs Tor, allerdings konnte hier die Torhüterin vom Roten Stern halten und klärte zur Ecke. Kurz danach ein Schreckmoment für alle heimischen Fans, als der Ball ins eigene Tor kullerte. Allerdings wurde die Situation wegen einem Stürmerfoul an Anna Augstein abgepfiffen. In der 66. Minute wechselte die LVB zum ersten Mal und brachte Antje Müller für die starke Torschützin Hanna Joachimmeyer, und kurz darauf in der 67. Minute Melanie Gerber für Manuela Limbach. Melanie Gerber spielte auch direkt einen schönen Pass auf Michaela Kettner, die sich den Ball allerdings ein wenig zu weit vorlegte und somit die Chance nicht nutzen konnte. Die nachfolgende Ecke wurde ebenfalls gefährlich. Allerdings schoss Vicky Denkwitz knapp vorbei. In der 71. Minute kam dann Pia Glöckner für Simone Gerbert. Nun drehten die Gäste noch mal auf und konnten in der 82. Minute nach zwei von der LVB-Torhüterin Stephanie Birnstock geklärten Chancen nach einer Ecke den Ball im Tor versenken. Es wirkte so, als würde die Heimmannschaft dieses Tor zum Anlass nehmen noch mal nach vorne zu spielen und Melanie Gerber ging über die linke Seite Richtung Strafraum des Roten Sterns und flankte in die Mitte. Die Torhüterin versuchte den Ball zu klären, bekam ihn allerdings nicht richtig weg. Der Ball ging an den Pfosten und der Joker Pia Glöckner stocherte in der 83. Minute zum 3:1 ein. Kurz darauf, in der 87. Minute, war es erneut Pia Glöckner, die auf 4:1 erhöhte, als der Ball unglücklich durch die Beine der Torhüterin lief und Pia fürs Spekulieren belohnt wurde.

Aufstellung: Birnstock- Augstein, Gerbert (71. Glöckner), Wilke, Schmidt- Walther, Gehring, Denkwitz (76. Krogmann), Joachimmeyer (66. Müller), Limbach (67.Gerber)- Kettner