Allen war es klar, doch spätestens jetzt wird es jedem vor Augen geführt. LVB muss seine Kräfte konzentrieren um im Jahr der Umstrukturierung die Klasse zu halten. Da hilft kein „mit Halten und schön Spielen“, nein, da helfen nur drei Punkte, welche man auch gegen Zwenkau liegen ließ. Dabei kam man über die ersten 45.Minuten zu einer ansprechenden Leistung. Klar hatte man Glück bei einem Pfostenknaller in der 16.Minute. Doch waren es nur zwei weitere Versuche die LVB Schlussmann Kaiser abwehren musste. Das derzeitige Defizit der Connewitzer zeigte sich aber wieder mal schon jetzt: Abschluss Mangelware. Zwar aggressiv und im Drang nach vorn gewillt, doch nicht zwingend. In der zweiten Hälfte wollten die Hausherren die Abschlussschwäche ändern. Doch es kam anders als Blum in der 63.Minute einen Eckball am kurzen Eck ins eigene Gehäuse lenkte. Kurz darauf wiederum ein Eckball, welchen Olbricht ungehindert einnickte. LVB sah dabei blass aus. Wer nun ein Aufbäumen erwartete, war fehl am Platze. Die Körpersprache der Hausherren war deutlich angeknackst und man haderte immer mehr mit sich selbst und fing an zu diskutieren. Natürlich drang LVB mehr nach vorn, legte sich das 3:0 am Ende durch einen Fehlpass selbst ins Netz (83. Börsch). Symbolisch dann der Endstand durch Hinz in der 85.Minute, als die Hausherren begannen jegliche Spielsituation auf dem Platz auszuwerten, anstatt am Spiel teilzunehmen. LVB muss spätestens jetzt klar sein, dass es in dieser Saison nur gegen den Abstieg geht und Punkte nicht durch Ballbesitz gewonnen werden. Der alles entscheidende Abschluss war in den vergangenen fünf Saisonspielen Mangelware. RB

Die SG spielte mit: Kaiser- Blum, Fischer, Voigt, Bunge- Troks (70. Huck),  Schnabel (70. F.Müller), Steinhäußer,  Birnbaum, Elsner (78. Perschmann) und Goly.