Am 8.Spieltag der Landesliga Sachsen kam es am vergangenen Sonntag zum Spitzenspiel der SG LVB gegen den Bischofswerdaer FV. Der Aufsteiger spielte bis dahin eine beeindruckende Serie und gastierte so als Tabellenzweiter bei den Straßenbahnerinnen, die vom Spitzenplatz in der Tabelle grüßten. Von Beginn an wurde deutlich, dass es kein Spaziergang für die Connewitzer werden sollte. Die Gäste verschoben kompakt und machten geschickt die Räume dicht. Bei Balleroberung schalteten sie blitzschnell mit langen Bällen auf die agilen Spitzen um. Mit dieser Spielweise hatten die Straßenbahnerinnen vor allem in der ersten Halbzeit große Probleme. Schon in der 9.Minute nutzten die Gäste einen Abstimmungsfehler zwischen Niki Schumann und Friederike Fuchs zur 1:0 Führung. Danach ging es rauf und runter, wobei die Connewitzerinnen versuchten Ordnung ins Spiel zu bringen. Zwei, drei mal gelang es ihnen auch und schon wurde es gefährlich vor dem Tor der Gäste. Des Weiteren fehlten bei Freistößen auch nur Millimeter, um den Ball ins Eckige zu befördern. In der 38. Minute scheiterte Linda Korb mit einem fulminanten Fernschuss am Querbalken. In der Halbzeit wurde nochmals darauf hingewiesen, wie man hier auftreten musste, um die Erfolgserlebnisse zu bekommen. Doch alle guten Vorsätze wurden in der 50.Min zu nichte gemacht, als die Gäste mit einem Fernschuss auf 2:0 erhöhten. In den Vorjahren wäre das Spiel an der Stelle gelaufen gewesen, doch die Straßenbahnerinnen stemmten sich nun umso wehementer gegen die drohende Heimniederlage. In der 60.Minute kam Sophie Naumann ins Spiel, die auch gleich für mehr Schwung sorgte. Nach einer Ecke schaltete Helen Theißen am schnellsten und verkürzte in der 74. Minute auf 1:2. Mit Jenny Liebing, Judith Ullmann und Julia Feld brachten die Connewitzerinnen nochmals frische Kräfte. Danach drückten sie immer mehr auf den Ausgleich. Man wollte sich nicht geschlagen geben. Julia Feld war es in der 85. Minute mit einem Heber über die Torfrau vergönnt, den 2:2 Ausgleich zu schießen. Weiter blieben die Gastgeberinnen dran, doch sie mussten in der 89.Minute eine Schrecksekunde überstehen, als die Gäste einen Elfmeter zu gesprochen bekamen. Doch Niki Schumann hielt sensationell und somit auch den Punkt für die Straßenbahnerinnen fest.

„Kompliment an Bischofswerda- sie haben uns heute alles abverlangt und uns große Sorgenfalten ins Gesicht getrieben. Zum Ende ist es ein Punktgewinn für uns, denn nach einem 2:0 Rückstand so zurück zu kommen, ist gut. Trotzdem haben wir heute gezeigt bekommen, das nicht alles Gold ist, was glänzt. Das müssen wir im Training angehen, um in Herold zu bestehen.“ so Trainer Martin Holzendorf.

Die SG spielte mit: Schumann- Klawitter (75.Min Ullmann), Fuchs, Schuppener, Vogel- Korb, Haschke, Winkler (60.Min Naumann)- Leipnitz (75.Min Liebing), Theißen und Vogg (75.Min Feld).

Die Tore für die Straßenbahnerinnen erzielten: Helen Theißen (74.Min) und Julia Feld (85.Min).