Zum vorletzten Heimspiel der Saison der SG LVB II war die SG Lok Glauchau-Niederlungwitz/Crimmitschau in Leipzig zu Gast. Nach einer vom Hochwasser geprägten Woche, freuten sich alle, dass das Fußballspielen an der Neuen Linie wieder möglich war. Bei schwül-warmen Wetter wurde die Partie pünktlich angepfiffen und die Mädels der SG LVB sahen sich sofort mit einer starken Offensive der Gäste konfrontiert. Leider fehlte in den ersten Spielminuten die nötige Aggressivität, um dieser erfolgreich entgegen zu treten. Nach einem unglücklichen Fehler von LVB-Torhüterin Stephanie Birnstock konnten die Gäste in der 7. Minute bereits mit 0:1 in Führung gehen. Dieses frühe Gegentor schien nun auch die letzte Leipzigerin wach gerüttelt zu haben, denn die Straßenbahnerinnen agierten fortan mit deutlich höherer Konzentration. Durch Balleroberungen im Mittelfeld wurden sowohl durch Doppelpässe als auch durch gute Einzelaktionen, Angriffe herausgespielt, die die gegnerische Abwehr forderten. Teils durch häufige Abseitsentscheidungen, teils durch mangelndes Selbstvertrauen beim Torabschluss, fand der Ball leider nicht den erhofften Weg ins „Eckige“. Der Gegner aus Glauchau hatte unterdessen wieder neue Kräfte gesammelt, und setzte in den letzten 15 Minuten der ersten Halbzeit die Leipziger Abwehrspielerinnen erneut unter Druck. Diese hatte Schwierigkeiten, Dribblings und Einzelaktionen der gegnerischen Stürmerinnen zu unterbinden, und so bauten die Gäste in der 32. und 40. Minute das Ergebnis auf 0:3 aus.

Für die zweite Halbzeit hatte sich die SG LVB vorgenommen in der Defensive mit mehr Konsequenz in die Zweikämpfe zu gehen. Trotz der beruflich bedingten Auswechslung von Kapitänin und Innenverteidigerin Annegret Wilke, agierte die Abwehr um Manuela Limbach, die aus dem zentralen Mittelfeld in die Innenverteidigung rückte, zunehmend sicherer. Die neu-formierte Doppel-Sechs mit Valeria Geister und der eingewechselten Melanie Hegge versuchte diese, durch lange Bälle auf die Sturmspitzen, zu entlasten. Leider blieben die Angriffe der SG LVB zu harmlos, da Lücken und Fehler in der gegnerischen Defensive trotz guter Vorstöße nicht genutzt wurden.  Doch auch den Gästen gelang es nicht mehr so häufig zum Leipziger Tor vorzustoßen. Durch sehr gute Paraden hielt Stephanie Birnstock mithilfe der jetzt sicherer wirkenden Verteidigung den Kasten der Straßenbahnerinnen in der gesamten zweiten Halbzeit sauber.

Obwohl die zweite Halbzeit ohne gegnerischen Treffer über die Bühne gebracht wurde, kann man mit dem Gesamtergebnis des Spiels nicht zufrieden sein. Für das kommende Auswärtsspiel in Naunhof gilt es daher, mehr Aggressivität und Spielwitz an den Tag zu legen, um sich gute Torchancen herauszuspielen und mit 3 Punkten die Heimreise anzutreten!