Zum zweiten Punktspiel der neuen Saison ging es für die Straßenbahnerinnen zum Auswärtsspiel nach Chemnitz. Da viele Stammspielerinnen angeschlagenen waren, ging die SG LVB geschwächt in die Partie, was man auch in den ersten 10 Minuten sehen konnte. Die Gastgeberinnen hatten mehr Ballbesitz, die SG LVB hielt aber dagegen und attackierte den Gegner früh. Der erste gute Angriff für die Leipzigerinnen ergab sich aus einem Konter, der von Theresa Gehring eingeleitet wurde und die Valeria Geister gut über die rechte Seite schickte. Im Folgenden wurde die SG LVB stark in die eigene Hälfte gedrängt. In der 17. Minute kam es nach einem Freistoß der Leipzigerinnen am Strafraumeck zu einem gefährlichen Konter der Gegnerinnen. Durch das Stören der Angreiferin in letzter Sekunde, landete der Schuss aber knapp neben dem Pfosten. Ein erneuter Konter führte zu einer Rettungstat der Leipziger Torhüterin Stephanie Birnstock, bei der sie die Angreiferin von den Füßen holte. Folgerichtig gab es einen Strafstoß für die Gastgeberinnen und Gelb für Birnstock. Der anschließende Elfer landete jedoch nur an der Latte und der Ball konnte geklärt werden. Daraufhin übernahm die SG LVB mehr und mehr das Spielgeschehen und erarbeitete sich einige gute Offensivszenen. Jedoch fehlte es häufig am letzten, entscheidenden Pass, sodass sich keine zwingenden Torchancen ergaben. Das nutzten die Chemnitzerinnen leider eiskalt aus. In der 35. Minute nahm sich eine Chemnitzer Spielerin ein Herz und schoss aus knapp 40m einfach mal aufs Tor. Der Ball senkte sich hinter Stephanie Birnstock hinweg ins Tor zum 1:0 für die Gastgeberinnen. Die zweite Halbzeit begann wie die erste, mit mehr Druck auf Seiten der Heimmannschaft. Nach ca. 10 Minuten hatten sich die Straßenbahnerinnen aber wieder gefangen und fanden wieder besser ins Spiel. In der 65. Minute wurde Natalie Tunstall für die von Anfang an angeschlagene Anna Augstein eingewechselt, um noch einmal neuen Schwung in die Offensive zu bringen. Dies zahlte sich auch gleich aus. Antje Müller dribbelte sich auf der rechten Seite stark in den Strafraum und wurde von einer Chemnitzer Abwehrspielerin übel abgeräumt. Leider sah der Schiedsrichter diese Aktion anders und gab keinen fälligen Elfmeter. In der 81. Minute landete ein Abstoß der SG LVB direkt in der Mitte und die Chemnitzerinnen eroberten sich den Ball. Da sie nicht konsequent gestört wurden, konnten sie sich bis in den Strafraum vordribbeln und abschließen. Stephanie Birnstock versuchte sich zu strecken, kam aber nicht mehr an den gut platzierten Ball, der rechts unten einschlug – 2:0. Jetzt bäumten sich die Leipzigerinnen noch einmal auf und versuchten mit letzter Kraft dagegen zu halten. Über die Außen ergab sich noch einmal eine Torchance, der Abschluss ging aber neben das Tor. Die letzte Aktion des Spiels war noch einmal ein Freistoß aus guter Position für die Gäste aus Leipzig. Aus knapp 18m ging der Schuss aber knapp rechts am Tor vorbei.

Trotz der Niederlage können viele positive Aspekte aus dem Spiel mitgenommen werden, z.B. das Umsetzen der im Training geübten Angriffszüge, die nur noch bis zum Ende runtergespielt werden müssen.

Für die SG LVB spielten: Birnstock – Schiller, Wilke, Augstein, Kühnold – Fuchs, Walther, Müller, Gehring, Geister – Glöckner