Schon vor Spielbeginn sollten die Zeichen nicht gut stehen, Trainer Lars Böttger musste nach der Erwärmung auf Stammhüterin Stephanie Birnstock verletzungsbedingt verzichten. Somit rückte Hüterin Sabine Fuchs nach und Trainer Lars Böttger musste die Lücke im Mittelfeld mit Spielerin Nicole Uhlig schließen.
Dennoch gingen die Mädels bei schönstem Fußballwetter optimistisch in die Partie, denn was die Anzahl der mitgereisten Spielerinnen anging, konnte die SG trotzdem aus den Vollen schöpfen.

Die Gastgeber bauten von Anfang an Druck auf, doch in der ersten Viertelstunde des Spiels hielt die Leipziger Defensive gut dagegen und technische Raffinessen der Bornaer Spielerinnen wurden von unseren Innen- und Außenverteidigerinnen Daniela Schuppener und Laura Winkler gut unterbunden.
In der 20. Minute sorgte jedoch ein Abstimmungsfehler in der Abwehr der SG für den 1:0 – Führungstreffer für die Gastgeber.
Nach einer Umstellung im Mittelfeld versuchten unsere Mädels sich mehr Offensivchancen zu erarbeiten. Zu viele Bälle gingen jedoch bereits im Mittelfeld verloren und fanden zu selten den Weg nach vorn auf die neue Stürmerin der SG, Natalie Tunstall. In der 40. Spielminute wurde eine Unsicherheit der Leipziger Torhüterin Sabine Fuchs gnadenlos bestraft und die Bornaer Führung auf 2:0 ausgebaut.

In der zweiten Halbzeit nahm sich die SG fest vor die starke Offensive des Tabellenführers schneller und konsequenter zu unterbinden. Dies gelang jedoch nur bedingt, denn die Gastgeber glänzten weiterhin durch ein schnelles und technisch präzises Angriffsspiel. Innerhalb von nur elf Minuten konnte Borna so die Führung auf 5:0 ausbauen. Ein doppelter Wechsel der Leipzigerinnen brachte ab der 70. Minute noch einmal frischen Wind in die Offensive. Zudem versuchten Julia Schiller und Manuela Limbach noch einmal gute Angriffe herauszuspielen und somit Abwehr und Torhüterin von Borna zu fordern, was jedoch ohne zählbaren Treffer blieb. Nach diesem letzten Aufbäumen gelang schließlich dem Bornaer SV noch das Tor zum 6:0, vier Minuten vor Schlusspfiff.
Spielerin Lelle meinte nach dem Spiel „Wir erinnern an vom Autoscheinwerfer geblendete Rehe die mit großen Augen auf den anrollenden Gegner warten; gelingt es uns aber dem Gegner den Ball abzunehmen, verfallen wir sogleich in Panik, der Ball wird erschrocken irgendwohin gespielt, ein Spielaufbau verhindert. Es mangelt uns erheblich an Selbstbewusstsein, so scheint es.“
Trainer Lars Böttger fügte hinzu „Im Training ist die Mannschaft selbstbewusst, sie setzen alles so um wie es vorgeben wird, leider wird dies im Spiel vergessen, wenn wir so etwas abstellen und alles umsetzen was wir wirklich können, dann sind die drei Punkte am Sonntag gegen Roter Stern Leipzig unsere.

Es spielten: Fucks – Winkler – Müller(70. Min Bonkowski) – Wilke – Limbach – Schiller – Schuppener – Gehring – Tunstall(70. Min Hegge) – Geister(46. Min Glöckner) – Uhlig(46. Min Walther)

Tore für die SG: Fehlanzeige