Nach der Schmach von Liebertwolkwitz gab es an diesem Wochenende nur eine Devise- drei Punkte. So gingen die Hausherren diesmal von Beginn an konzentriert ins Spiel und erarbeiteten sich ihre Spielanteile über eine geordnete Defensive. Man war deutlich aggressiver und bissiger im Vergleich zur Vorwoche. So erzwang man sich auch das Glück eines Handelfmeter in der 24.Minute durch Breitkopf, nachdem Shubitidze bereits zweimal an Schlussmann Neugebauer scheitertet und anschließend Simon mit der Hand auf der Linie klärte. Über Sinn und Unsinn der doppelten Bestrafung mit Rot und Elfmeter kann man immer wieder diskutieren. Das Regelwerk gibt aber klare Richtlinien vor und so hatte Schieri Haubner keine andere Wahl. Nun sollte man denken, die Weichen für das Spiel seien gestellt, aber es dauerte bis zur 54. Minute ehe Moritz einen wunderschönen Pass von Schnabel und eine Missverständnis zwischen Neugebauer und Gehre ausnutzte und zum 2:0 einschob. Wenig später überraschte LVB die weit aufgerückten Gäste mit einem schnellen langen Einwurf auf Walther, welcher den Ball durch die Hosenträger einnetzte (63.). Eigentlich waren die Verhältnisse spätestens nun geklärt, umso unnötiger dann der Anschlustreffer der Gäste kurz vor Schluss (85. Weichert). Ein Pflichtsieg, mehr nicht. Steigerungsbedarf gibt es immer noch.

RB

Für die SG spielten: Kaiser- Blum, Goly, Birnbaum, Troks (66.Min Müller, F.)- Walther (77.Min Müller, S.), Schnabel, Moritz, Bunge- Shubitidze (80.Min Griebenow) und Breitkopf.

Die Tore für die Straßenbahner schossen: Breitkopf (25.Min), Moritz (54.Min) und Walther (63.Min).

Foto: Petra Weinhold