Im Landespokal-Viertelfinale empfing die SG LVB den Regionalligisten FC Erzgebirge Aue. Ihrer Favoritenrolle gerecht werdend, gingen die Veilchen druckvoll in die Partie. Die Gastgeberinnen zeigten sich zwar engagiert, aber in den entscheidenden Zweikämpfen zu zaghaft, so dass es bereits nach fünf Minuten 0:1 stand. Nach wirren Anfangsminuten fing man sich jedoch und es entwickelte sich eine ausgeglichene Phase des Spiels mit Chancen auf beiden Seiten (10. Aue, 12. Haschke & Möckel) sowie einem verwehrten 11m-Pfiff für die SG LVB (14.). Doch binnen drei Minuten zeigten die Gäste aus dem Erzgebirge, was es heißt effektiven Fußball mit minimalen Aufwand zu spielen und erhöhten auf 0:4 (17., 18. und 20.). Angriffsversuche seitens der LVB (31. Vogg, 43. Feld) blieben dagegen harmlos. Kurz vor der Pause (37.) wurde die Führung, nach schön gespielter Kombination, noch auf 0:5 ausgebaut.

Ähnlich startete man in die zweite Halbzeit: Kaum standen alle Spielerinnen auf dem Feld, klingelte es erneut – 0:6 (50.). Doch mit dem Doppelwechsel der LVB kam nun mehr Schwung in die Partie. In der 55. Spielminute war es schließlich Melanie Gerber, die sich sehenswert gegen drei Auerinnen dursetzte und den Anschlusstreffer zum 1:6 markierte. In den folgenden ca. 30 Minuten passierte kaum Sehenswertes. Beide Teams agierten zu gleichen Spielanteilen, wobei die Gäste allerdings eher noch durch überflüssige Verbalitäten auffielen. Kurz vor Ende erzielten die SG-Mädels durch Corinna Voggs Volleyabnahme, nach Freistoß von Haschke, das 2:6 (88.). Mit dem Schlusspfiff wurde allerdings der alte Abstand wieder hergestellt – 2:7.

Fazit: Ein klares Ergebnis für ein Team, das so stark nicht war. Doch mangelnde Konzentration, ein qualitativ schlechter (speziell in der ersten Halbzeit) Spielaufbau sowie schwaches Zweikampfverhalten und Stellungsspiel machten den Weg frei.

„Nachdem wir in der 1. Halbzeit Erzgebirge nur Geleitschutz ins Pokalhalbfinale gegeben haben, ist es uns gelungen in den zweiten 45 Minuten unser wahres Gesicht zu zeigen und das Spielgeschehen teilweise zu beherrschen. Mit der 2. Halbzeit kann ich mit einigen Abstrichen zufrieden sein“ so SG Trainer Martin Holzendorf.

Für die SG spielten: Fuchs, S.- Klawitter, Gabriel, Korb, Möckel (67.Min Kettner)- Ullmann, Haschke, Vogg, Liebing (47.Min Gerber)- Reduhn (47.Min Joachimmeyer) und Feld (78.Min Denkwitz).

Die Tore für die Straßenbahnerinnen erzielten: Gerber (55.Min) und Vogg (88.Min).